Mea culpa – Wikileaks-Informant zeigt Reue

Bradley Manning hat sich vor Gericht für seine Taten entschuldigt. Während dem Wikileaks-Informanten in den USA als überführtem Spion eine hohe Gefängnisstrafe droht, macht ihn die Organisation «RootsAction» zum Helden.

Bradley Manning beim Verlassen des Gerichts.

Bildlegende: Höchststrafe oder Friedensnobelpreis für Wikileaks-Informant Bradley Manning? Reuters

Friedensnobelpreis oder ewiger Knast: Zwischen diesen beiden Welten pendelt sich derzeit die Gefühlswelt von Bradley Manning.

Über100'000 Personen unterzeichneten bislang eine Petition der Organisation «RootsAction». Die Unterstützer sind der Auffassung der Soldat Bradley Manning habe den Friedensnobelpreis verdient. Die meisten Unterstützer der Petition seien Amerikaner.

Doch in seiner Heimat kämpft der US-Obergefreite gegen eine lange Haftstrafe. Manning war unter anderem wegen Spionage, Geheimnisverrats, Computerbetrugs und Diebstahls für schuldig erklärt worden. Das genaue Strafmass soll noch im Laufe des Monats verkündet werden.

Warten auf der Strafmass

Rund zwei Wochen nach dem Urteilsspruch zeigt Manning nun grosse Reue. «Es tut mir Leid, dass meine Handlungen Menschen geschadet habe. Es tut mir Leid, dass sie den Vereinigten Staaten geschadet haben.» Das sagte der 25-Jährige bei einer Anhörung vor dem Militärgericht in Fort Meade. Mannings Aussage ist Teil des Verfahrensabschnittes, in dem das Strafmass festgelegt wird. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu 90 Jahren.