Mehr als 20 Tote bei einer Massenpanik in Bangladesch

In Bangladesch ist es zu einer Panik gekommen, nachdem ein reicher Fabrikbesitzer Almosen verteilen wollte. Dabei sind mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. 50 Personen wurden verletzt. Der Fabrikbesitzer wurde verhaftet.

Personen auf der Strasse.

Bildlegende: Bangladesch gilt als eines der dichtest besiedelten Länder der Welt. Imago/Symbolbild

Bei einer Massenpanik im Norden von Bangladesch sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Die Panik brach aus, als Hunderte Menschen auf ein Fabrikgelände drängten, auf dem kostenlose Kleidung an Bedürftige verteilt wurde.

Die Tragödie ereignete sich, als die Menge versuchte, sich durch den engen Eingang der Fabrik zu zwängen. Fernsehbilder zeigten eine Szene der Verwüstung, mit Hunderten von blutigen Sandalen am Eingang der Fabrik.

Bedürftige standen bereits in der Nacht Schlange

Nach dem Unglück in Mymensingh seien bislang 23 Leichen geborgen worden, teilte die Polizei mit. Mehr als 50 Personen wurden verletzt. Ein hochrangiger Polizeibeamter sagte, die Opferzahl könne weiter steigen. «Manche Leute haben die Leichen ihrer Angehörigen mitgenommen, bevor die Polizei eintraf», sagte Kamrul Islam. Der Eigentümer der Fabrik sowie sechs weitere mutmassliche Verantwortliche seien festgenommen worden.

Nach Polizeiangaben hatten sich bis zu 1500 Menschen vor der Tabakfabrik versammelt. Die Leitung habe angekündigt, gemäss islamischem Brauch Kleider an Bedürftige zu verteilen. In Bangladesch spenden reiche Bürger häufig Kleider während des islamischen Fastenmonats Ramadan.

Laut der Zeitung «Daily Star» hatten sich in der Nacht mehr als 1000 Menschen vor der Fabrik versammelt, um die Almosen zu empfangen.