Mehrere Anschläge erschüttern Ägypten

Granaten auf eine staatliche Satellitenstation, eine Autobombe und viele Tote: Ägypten erlebt derzeit unruhige Stunden.

Strassenschlachten in Ägypten

Bildlegende: Seit September geht die Armee rigoros gegen militante Islamisten vor. Keystone

Mutmassliche Extremisten haben in Ägypten elf Angehörige von Armee und Polizei getötet. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen starben sie, als in der Stadt Al-Tur eine Autobombe auf dem Gelände der Sicherheitsdirektion der Provinz Süd-Sinai detonierte.

50 Menschen seien als Folge der Explosion verletzt worden, hiess es. In dem Gebäude fand gerade eine Sitzung hochrangiger Offiziere statt.

Hintergründe zur Tat und Angaben zur Täterschaft sind unklar. Berichte, wonach der Sprengsatz in einem gestohlenen Polizeiauto versteckt worden war, bestätigte das Innenministerium zunächst nicht.

Weitere tödliche Attacken

Bei einem Angriff auf eine Militärpatrouille in der Provinz Ismailija wurden fünf Soldaten erschossen. Nach Angaben der Sicherheitskräfte erlitten 36 Menschen während der Attacke in der Nähe der Ortschaft Abu Suwair Verletzungen.

In einer Vorstadt von Kairo haben Attentäter Granaten auf eine staatliche Satellitenstation gefeuert. Zwei Menschen seien bei dem Anschlag in Maadi verletzt worden, verlautete es aus Sicherheitskreisen. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Mehr Gewalt

Am Vortag waren bei Zusammenstössen zwischen Anhängern der vom Militär entmachteten Islamisten und Unterstützern der Armee in Ägypten 53 Menschen getötet worden – mehr dazu hier. Die Armee geht seit September verstärkt gegen militante Islamisten auf der Sinai-Halbinsel vor.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Strassenschlachten in Ägypten

    Aus Tagesschau vom 7.10.2013

    Nach den erneuten Gewaltausbrüchen in Ägypten ist die Zahl der Toten auf über 50 gestiegen. Unterstützer der Armee und Anhänger der vom Militär entmachteten Muslimbrüderschaft lieferten sich am Wochenende heftige Strassenschlachten.