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International Mehrere Tote nach Wintereinbruch in den USA

Besonders betroffen ist der Bundesstaat New York, aber auch Michigan, Ohio und Pennsylvania versinken im Schnee. Sieben Menschen starben, drei davon beim Schneeschaufeln – an einem Herzinfarkt. Erst am Freitag soll sich die Wetterlage beruhigen.

Legende: Video Schneesturm in den USA abspielen. Laufzeit 0:56 Minuten.
Vom 20.11.2014.

Im Norden und Osten der USA hat es kräftig geschneit. Autobahnen mussten geschlossen werden, eine Frauenbasketballmannschaft blieb 24 Stunden lang in ihrem Bus im Schnee stecken. Sieben Menschen kamen bislang in der Kälte ums Leben.

Allein drei von ihnen starben an einem Herzinfarkt, als sie die Schneemassen beiseite schippten, um nicht komplett eingeschneit zu werden. Ein 46-Jähriger wurde tot in seinem Auto gefunden, das unter einem weissen Berg verschwunden war. Auch in den Staaten New Hampshire und Michigan gab es je einen Toten.

Kältester Morgen seit fast 40 Jahren

Kalte Luft aus der Arktis führte laut dem nationalen Wetterdienst zu starken Schneefällen in Teilen von New York, Pennsylvania, Ohio, Michigan und Wisconsin. In der Hälfte aller Bundesstaaten lag Schnee. Der Dienstag war der kälteste Morgen im November seit 1976, wie ein Meteorologe der «USA Today» sagte. Die Temperaturen lagen in den USA im Schnitt bei minus 7 Grad Celsius.

Den Bundesstaat New York traf es dabei mit Abstand am schlimmsten. Dass Gouverneur Andrew Cuomo für mehrere Regionen den Ausnahmezustand verhängte, wirkte angesichts der weissen Massen eher wie ein Hilferuf. Allein auf der Interstate 90, einer der wichtigsten Autobahnen des Staates an der US-Ostküste, mussten bis zu 150 herrenlose Fahrzeuge aus den Schneebergen befreit werden.

40 Stunden im Bus

Mit Schneemobilen und Geländewagen kämpften sich die Retter zu den Autos vor, um dort gestrandete Menschen zu versorgen. Bei bis zu 1,80 Meter hohem Schnee blieb nichts anderes übrig als abzuwarten.

Dies galt auch für die US-Indie-Band Interpol, deren Tourbus in der Nähe von Buffalo im Schneesturm feststeckte. Seit mehr als 40 Stunden harrten die Musiker dort bereits aus. Wann es für sie weiter auf Konzertreise gehen kann, blieb vorerst offen, wie es auf der Internetseite der Gruppe hiess.

Weitere Schneefälle

Der US-Wetterdienst sagt für heute weitere Schneefälle voraus. Mancherorts könnten fast zwei Meter Schnee fallen. Auch Pennsylvania, Ohio, Michigan und Wisconsin sind betroffen, doch New York erwischte es mit Abstand am schlimmsten. Meteorologen zufolge soll der Schnee an den Great Lakes - den Grossen Seen – erst am Freitag nachlassen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Briner, Neerach
    Ausgerechnet jetzt, wo endlich Gelder in den grünen Klimafonds (Green Climate Fund) der Vereinten Nationen gesprochen wurden ... das Wetter ist so unfair; es jetzt in den Entwicklungsländern wieder nur Dollars schneit.
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  • Kommentar von Albin Furrer, Oetwil am See
    Ein Folge des Klimawandels? Zumindest ein Trend, da aufgrund einer Erwärmung der Troposphäre und eines zunehmenden Energiegefälles zwischen dem Äquator und den Polen mehr resp. intensiverer Luftaustausch nötig wird. Aussertropische Tiefdruckgebiete, welche eine Erscheinung dieses Energieaustausches sind, dürften somit heftiger ausfallen und in unseren Breitengraden zu entsprechenden Starkniederschlägen (Regen od. Schnee, je nach Jahreszeit) führen. Übrigens auch diesseits des Atlantiks.
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  • Kommentar von Jean Nerac, GE
    Ausnahmezustand, seltsamer Artikel: Buffalo liegt ja mitten im "snow belt" (Schneegürtel) der USA und das Bild zeigt gerade mal 3 - 5 cm Schnee, also was ist da dabei ? Sollte die Schneemenge noch bis 2 Meter zunehmen, dann haben sie etwa soviel, wie bei uns in den Bergdörfen / Skistationen. Wenn es da weniger als 2 m Schnee hat, jammern bei uns die Hoteliers und Skilift- Besitzer. Gleichzeitig müssen die Schneekanonen eingeschaltet werden, aus Angst, die Skifahrer würden nicht mehr kommen :-)
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