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International «Meine Bemühungen wurden immer wieder zunichte gemacht»

Der UNO-Sonderberichterstatter für die Palästinensergebiete kündigt seinen Job. Der Grund: Israel habe seine Arbeit stets behindert. Seit seinem Amtsantritt durfte er kein einziges Mal die besetzten Gebiete betreten.

Porträt von Makarim Wibisono
Legende: Makarim Wibisono hatte seine Stelle erst 2014 angetreten. Seither wurden aber alle seine Bemühungen blockiert. Reuters

Makarim Wibisono, der Sonderberichterstatter des UNO-Menschenrechtsrates für die Lage in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten, hat seinen Dienst quittiert. Der Indonesier begründete seinen Rücktritt damit, dass Israel die Ausübung seines Amts stets behindert habe.

So sei ihm trotz mehrfacher Bemühungen nie der Zugang zu den besetzten Palästinensergebieten – dem Gazastreifen sowie Teilen des Westjordanlandes – gewährt worden. Der Diplomat hatte den Posten im Juni 2014 übernommen.

Keine Antworten mehr von Israel

«Bedauerlicherweise wurden meine Bemühungen, das Leben von palästinensischen Opfern der israelischen Besatzung zu verbessern, immer wieder zunichte gemacht», erklärte Wibisono laut einer Mitteilung des UNO-Menschenrechtsrates.

Er habe seinen Rücktritt zum 31. März erklärt. Bei der Übernahme des Mandats sei ihm von Israel noch versichert worden, er dürfe als «unparteiischer und objektiver Beobachter» die okkupierten Palästinensergebiete besuchen. Mehrfach hatte er die israelische Regierung schriftlich wie mündlich darum gebeten. Auf ein entsprechendes Ersuchen vom Oktober 2015 habe Israel nicht einmal mehr geantwortet.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Lucas Frank (Lucas)
    Die Linken haben mal wieder kein verständnis für einen Verbündeten der USA, naja, die Israelis werden täglich von Terror und vom Iran bedroht, die Saudis kann man zum glück mit guten beziehungen zur USA mässigen.Erst vor 1 Monat wurde ein Kind von einem 13 Jährigen Terroristen getötet, der Täter wurde von der Polizei erschossen, aber für die Linken ist es Polizeigewalt, weil es ja Israel ist, oder die USA. Es geht gar nicht um die Kritik, sondern um alles was mit Juden und USA zu tun hat.
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Republic of Lakotah)
    Es wird in den Kommentaren viel zu wenig differenziert: thoratreue Juden anerkennen den heutigen Staat Israel nicht an : "Das jüdische Volk ist dazu berufen, sich der Thora und dem Dienst Gottes zu widmen. Uns wurde von unserem Schöpfer auferlegt, in den Ländern unseres Exils als loyale Bürger zu leben und allen Menschen gegenüber Aufrichtigkeit zu wahren"; thoratreue Juden sehen den Zionismus als eine Abweichung, die ihre Opfer in endlose Konflikte mit anderen Völkern verstrickt.
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  • Kommentar von Daniel Zeller (jaro)
    Wahrscheinlich ist diese Information wieder einmal einseitig gegen Israel. Was dazu geführt haben könnte, warum Herr Wibisono nicht in die gewünschten Gebiete einreisen durfte, darüber ist nichts zu lesen. Bei einem Konflikt braucht es immer zwei Parteien. Wie weit der Judenhass wieder gediehen ist, sieht man an der fast traditionellen Haltung der UNO gegen Israel. Auch einige Kommentare auf srf.ch und die Likes dazu beweisen das.
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    1. Antwort von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
      Herr Zeller, es geht doch nicht um Judenhass, sondern um das Gebaren der israelischen Landesführung. Nur weil wer dem jüdischen Glauben entsprungen ist, heisst das noch lange nicht, dass da gleichzeitig ein Persil-Schein dazugehört und jegliche Kritik verboten ist. Mir ist es komplett wurscht wer welcher Glaubensrichtung anhängt. Auf das Verhalten als solches kommt es mir an.
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