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Belastetes Verhältnis Merkel und Putin betonen Zusammenarbeit

Legende: Video «Merkel trifft Putin» abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.05.2017.

Beim Treffen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin in Sotschi am Schwarzen Meer haben sich beide für eine enge Zusammenarbeit ausgesprochen.

«Russland ist natürlich ein wichtiger Partner», sagte Merkel. Auch für Putin ist Deutschland «führender internationaler Partner, trotz der bekannten politischen Schwierigkeiten».

Legende: Video «Einschätzung von Christof Franzen» abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.05.2017.

Schwelender Ukraine-Konflikt

Bei einer gemeinsamen Medienkonferenz bekannte sich Putin zum Friedensprozess für die Ostukraine; «Das ‹Normandie›-Format (Deutschland, Frankreich, Russland und die Ukraine) muss auch über die Präsidentenwahl in Frankreich hinaus seine Arbeit fortsetzen.»

Auch Merkel will trotz der geringen Fortschritte am Abkommen von Minsk zur Lösung der Ukraine-Krise festhalten: «Es fehlt an der Umsetzung und nicht an Abkommen.»

Wie Putin lobte auch Merkel den Einsatz der Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Die OSZE leiste «hervorragende Arbeit». In der Ostukraine bekämpfen sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten. Der Westen sieht Moskau in der Pflicht, Druck auf die Separatisten auszuüben, damit diese den Minsk-Plan umsetzen.

Syrien-Krieg nur angesprochen

Zur Situation im Syrien-Krieg sagte Merkel, es müsse alles für einen Waffenstillstand getan werden. Am Konzept sogenannter Sicherheitszonen sollte deshalb weiterhin gearbeitet werden. Putin betonte, der Syrien-Konflikt könne nicht ohne die USA gelöst werden.

Merkel und Putin wollen in Sotschi auch über die Traktanden des anstehenden G20-Gipfels beraten. Die Konferenz der wichtigen Industrie- und Schwellenländer findet Anfang Juli in Hamburg statt. Darüber wolle er mit Merkel am Abend im Detail sprechen, sagte Putin.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Trotz all der verlogenen Anschuldigungen (z.B. Vorwurf Merkels wegen der Minsk-Umsetzung), der Hinterhältigkeiten (z.B. westliche Unterstützung der Kriegstreiber seitens der Ukraine), der Provokationen (z.B. vom Westen organisierter Putsch in der Ukraine), der gebrochenen Versprechen (z.B. Nato-Osterweiterung) bleibt Putin ruhig, sucht den Dialog und friedliche Lösungen. Ihm haben wir zu verdanken, dass der Ukraine-Krieg Europa in Flammen aufgehen liess.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Putin haben wir zu verdanken, dass der Ukraine-Krieg Europa NICHT in Flammen aufgehen liess"....
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    2. Antwort von Raphael Widmer (Sorry bin kein Putin-Fan)
      Nur Putin haben wir zu verdanken, dass es den Ukraine-Krieg überhaupt gibt...
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  • Kommentar von Christoph Reuss (Christoph.Reuss)
    Die Russen sind in unserem Land! Die Ukraine hat ein Recht innerhalb ihrer Grenzen sich zu verteidigen! Die erste demokratisch gewählte Regierung hat die große Mehrheit hinter sich! Die Ukraine will nur das was auch andere Staaten gewährt bekommen!
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    1. Antwort von Peter Mueller (Elbrus)
      Die Ukraine hat eine Unzahl von Verträgen im CIS unterschrieben und absolut jeden gebrochen. Genau gleich wie bei Gasprom. 5 Jahre später haben die Leute auf der Krim das was Sie schon 1991 wollten. Ein Autonomes Gebiet mit Finanzverantwortung - was von der Ukraine nie eingehalten wurde. Eine Infrastruktur die man so bezeichnen kann. Ende Dezember 18 und dann ist die Ukraine Geschichte.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Was Blicke sagen können. Einmalig der Ausdruck von Merkel.
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