Merkels Solidaritäts-Trip nach Athen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Griechenland zur Fortsetzung seines Reformkurses ermuntert. In dem Land stecke «unglaublich vieles an Möglichkeiten», sagte sie bei einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras.

Merkel und Samaras.

Bildlegende: Solidaritäts-Trip von Merkel: Die Kanzlerin trifft sich mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras. Keystone

Angesichts der Veränderungen im Land glaubt Angela Merkel, dass Griechenland «mehr Möglichkeiten offen stehen, als sich Schwierigkeiten ergeben werden». Viele Menschen sähen das aber angesichts der sehr hohen Arbeitslosigkeit heute noch nicht, sagte Merkel bei einem Kurzbesuch in der griechischen Hauptstadt Athen.

Sie glaube, dass «in diesem Land unglaublich vieles an Möglichkeiten steckt, was noch gar nicht voll erfasst ist». Gerade in den für Griechenland klassischen starken Wirtschaftsbereichen Tourismus und Landwirtschaft stecke viel Potenzial. «Die Griechen haben den unternehmerischen Geist. Wenn sie es wagen, kann es zum Ziel führen.»

Armut steigt

Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras sicherte zu: Seine Regierung werde sich weiter um mehr Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft bemühen. Grosse Teile der Bevölkerung leiden unter dem drastischen Sparkurs. Armut hat sich in den vergangenen Jahr im ganzen Land breit gemacht.

Bei ihrem Athen-Besuch mitten in der Schuldenkrise im Oktober 2012 war Merkel wegen ihres harten Sparkurses von vielen Griechinnen und Griechen persönlich für die schlechteren Lebensbedingungen verantwortlich gemacht worden.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Das griechische Comeback trotz grossen Problemen

    Aus Tagesschau vom 10.4.2014

    Jahrelang hat Griechenland nur mit finanzieller Hilfe überlebt. Jetzt hat sich die Regierung in Athen wieder erfolgreich Geld bei privaten Investoren beschafft. Sie konnte eine fünfjährige Anleihe unterbringen. Zu unerwartet günstigen Konditionen.