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2 Millionen Euro Geldbusse Messi wegen Steuerhinterziehung verurteilt

Das Urteil von 21 Monaten Haft gegen Lionel Messi wegen Steuerbetrugs bleibt bestehen. Der Argentinier ist mit seinem Einspruch vor dem Obersten Gerichtshof Spaniens abgeblitzt.

Lionel Messi.
Legende: Kein Meistertitel mit Barça – Probleme mit der Steuerbehörde: Harte Zeiten für Fussballstar Lionel Messi. Reuters

Messi und sein Vater Jorge Horacio sollen den spanischen Fiskus zwischen 2007 und 2009 um 4,1 Millionen Euro betrogen haben. Es geht um versteckte Einnahmen aus Verträgen mit weltweit agierenden Firmen. Die Nachrichtenagentur AFP nannte Danone, adidas, Pepsi-Cola, «Procter and Gamble» und die «Kuwait Food Company».

Ich habe von nichts gewusst. Ich habe Fussball gespielt.
Autor: Lionel MessiWeltfussballer

Barcelonas Superstar hatte 2016 argumentiert, «von nichts» gewusst zu haben. «Ich habe Fussball gespielt», sagte der Argentinier damals während seiner weltweit beachteten Aussage: «Ich habe meinem Vater und meinen Anwälten vertraut.»

Legende: Video Aus dem Archiv: Prozess gegen Messi eröffnet abspielen. Laufzeit 2:27 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.05.2016.

Der «Tribunal Supremo», der Oberste Gerichtshof Spaniens, hielt gleichwohl am Urteil des Landgerichts vom 6. Juli 2016 fest. Nebst der Haftstrafe müssen die beiden eine Busse von 3,7 Millionen Euro zahlen. Ins Gefängnis muss der Argentinier indes höchstwahrscheinlich nicht. In Spanien werden Strafen unter zwei Jahren für gewöhnlich auf Bewährung ausgesetzt.

Messis Club, der FC Barcelona, hatte im vorigen Sommer «empört» auf das Urteil reagiert. Es sei erwiesen, hiess es damals, dass Messi sich nicht persönlich um seine Steuer- und Finanzsachen gekümmert habe. Die in Barcelona erscheinende Sportzeitung «Mundo Deportivo» sprach von einer «Verfolgung» und warnte, das Urteil sei für Spaniens Fussball sehr gefährlich: «Will man denn, dass er (Messi) Spanien verlässt?»

Die Entscheidung des Obersten Gerichts wird wohl in der Tat den Spekulationen um die Zukunft des Argentiniers neue Nahrung geben. Messi hat seinen im Juni 2018 auslaufenden Vertrag mit den Katalanen noch nicht verlängert. Barcelona-Boss Josep Bartomeu versicherte mehrfach, die Verlängerung sei nur eine Frage der Zeit. Nach Medienberichten wird der Fussballer von Clubs aus der englischen Premier League und auch von Paris Saint-Germain heftig umworben.

Messi wurde bislang fünfmal Weltfussballer des Jahres. Am vergangenen Wochenende gewann der Argentinier den Goldenen Schuh als Europas Top-Torjäger. Der Argentinier kam in der Saison 2016/2017 auf 37 Treffer.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    All diese hämischen Neidkommentare.... Solange der Staat Geld zum Fenster rauspulvert (Sozialindustrie etc. vornehmlich lebt ja das Gros der Linken und Grünen Politiker vom Steuerzahler), solange ist Steuerhinterziehung gerechtfertigt. Lieber das Geld schwarz in Industrie und Konsum stecken. Das ist wirtschaftlich nachhaltiger als es in den endlosen Gängen der Polit-Bürokratie versickern zu lassen.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Doch je mehr sie haben, umso mehr bescheissen sie. Das "gemeine" Volk, welches anhand eines Lohnausweis oder Rentenbestätigung brav seine Steuern aufs EK zahlen, können nicht bescheissen. Und die Kommentare haben mit Neid nichts zu tun, sondern es geht um Gerechtigkeit. Gleiches Recht für alle.
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    2. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Es geht nicht um Gerechtigkeit, sondern um eine Pflicht. Und wer betrügt ist ein Verbrecher ganz einfach. Alle die das schönreden sind Menschen die vor dem Gesetz keine Achtung haben und meinen über ihm zu stehen und sich selbst zu Wichtig nehmen.
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Messi, Hoenes, Maradona, Beckenbauer, FIFA? Alles Mafiosi oder alles ehrenwerte Sportler, sicher sind sie das Schlagzeilengeld wert.
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  • Kommentar von Vincent Böhm (V.Böhm)
    .. Reine Schickane aus Madrid: Spaniens Regierung arbeitet gezielt gegen die Katalanern. Wenn die ihren "Gott" verlieren würden, würde das im Rest von Spanien alle freuen. Bin mir sicher, dass man bei den meisten grossen Fussballern was finden würde, wenn man genau suchen würde.
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