Mexiko: Güterzug wird für illegale Einwanderer zum Grab

Bei einem Zugunglück in Mexiko sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden verletzt. Der Güterzug transportiert eigentlich Waren, wird aber von illegalen Einwanderern für den Weg gen USA genutzt.

Zug gekippt neben Geleisen.

Bildlegende: Der Zug landete komplett in einem Abhang. Keystone

Der Güterzug sei im Bundesstaat Tabasco nahe der Ortschaft Huimanguillo entgleist, so der örtliche Zivilschutz. Mehr als 20 Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, 16 von ihnen schwer. Mehrere Personen seien noch eingeschlossen.

«La Bestia»

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Die Opferzahl könne durchaus noch steigen. An den Rettungsarbeiten waren Soldaten, Sanitäter des Roten Kreuzes und Mitarbeiter des Zivilschutzes beteiligt.

Der verunglücke Zug durchquert von Süden nach Norden das ganze Land und ist in der Region als «La Bestia» (Die Bestie) bekannt. Zahlreiche Einwanderer aus Mittelamerika fahren illegal mit dem Zug Richtung USA. Dabei kommt es immer wieder zu Unfällen.

Der Bundesstaat Tabasco grenzt an Guatemala. Schätzungen zufolge überqueren täglich bis zu 400 Menschen die Grenze, um durch Mexiko in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Die Route wird von Banden kontrolliert, die die Einwanderer häufig ausrauben.