Zum Inhalt springen

International Mexiko: Polizei stellt Behälter mit radioaktivem Material sicher

Nach einer Grossfahndung hat die mexikanische Polizei einen gestohlenen Behälter mit radioaktivem Material wiedergefunden. Laut Medienberichten ist der Fundort weiträumig gesperrt worden. Der Container ist zwar geöffnet worden – die Situation ist aber unter Kontrolle.

Unbekannte hatten am Montag in Mexiko einen Lastwagen gestohlen, in dem sich in einem versiegelten Behälter die gefährliche Substanz Kobalt-60 befand. Es stammt aus dem Medizinbereich und hätte entsorgt werden sollen.

Die mexikanische Polizei hat das gestohlene radioaktive Material nun gefunden. Die Räuber hätten den Behälter geöffnet und das radioaktive Material entnommen, erklärte die Behörde für nukleare Sicherheit.

Die Dosis könnte tödlich sein, sagte ein Vertreter der Behörde. «Wir vermuten, dass sie keine Ahnung hatten, was sie da gestohlen haben. Dies ist eine Gegend, in der Raubüberfälle häufig vorkommen», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Atomenergiebehörde informiert

Der Behälter sei in einem Haus im Zentrum des Landes entdeckt worden, das Material etwa 500 Meter entfernt auf einem Feld. Polizei und Streitkräfte hätten den Fundort weiträumig abgesperrt.

Offenbar hatten es die Räuber auf den mit einem Kran ausgestatteten Lastwagen abgesehen. Die mexikanischen Behörden informierten die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) über den Vorfall.

Kobalt-60 kann neben medizinischen Zwecken auch zum Bau einer sogenannten «schmutzigen Bombe» eingesetzt werden. Diese Sprengsätze verstreuen bei ihrer Explosion radioaktives Material.

Kobalt-60

Kobalt-60 ist ein radioaktives Isotop, das entsteht, wenn natürlich vorkommendes Kobalt-59 mit Neutronen bestrahlt wird. Kobalt-60 sendet unter anderem Gamma-Strahlen aus, die zum Beispiel in der Medizin zur Anwendung kommen.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alex Grossenbacher, Basel
    ...na und? Mexiko lebt doch von der Korruption. Wie auch rund 80% der übrigen Staaten dieser Erde. Da wundert so etwas nicht mehr. Dumm nur, dass wie immer die Unschuldigen und Anständigen den Preis dafür bezahlen müssen. Aber letztere finden ja kein Gehör bei Politikern und Regierungen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von R.käser, Zürich
    Die Büchse der Pandora ist schon lange offen. Wenn jemand eine schmutzige radioaktive Bombe bauen will, hat er ein schreckliches Ausgangsmaterial. Der weltweite verantwortungslose Umgang mit Energie und die explosionsartigen Wachstumsraten von AKW's werden die kausalen Probleme mit der Radioaktivität massiv verschärfen. Das scheint aber alles egal zu sein, solange der Rubel rollt wird nichts geändert.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von H.-P. Müller, Zürich
      ...der Container beinhaltete ein altes Gerät zur Strahlungsbehandlung von Krebspatienten und kein KKW... ein Medizingerät!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen