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International MH17: Separatisten blockieren erneut Zugang zur Absturzstelle

Noch immer ist der Absturzort des Fluges MH17 für Experten und internationale Beobachter unerreichbar. Die Kämpfe in der Ostukraine halten an, nun sollen Verhandlungen eine Waffenruhe bringen.

Separatist vor einem Teil des Rumpfs der abgstürzten Maschine
Legende: Statt Experten sind pro-russische Separatisten an der Absturzstelle präsent. (22.7.2014) Keystone

Zwei Wochen nach dem Absturz der Passagiermaschine von Malaysia Airlines können Experten weiterhin nicht auf dem Trümmerfeld arbeiten. Am Mittwoch mussten Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) unverrichteter Dinge wieder nach Donezk zurückkehren, wie das niederländische Fernsehen meldete.

Verhandlungen in Weissrussland

Die Gruppe, die am Morgen mit zwei Autos aufgebrochen war, sei rund 20 Kilometer hinter Donezk von pro-russischen Rebellen wegen der Kämpfe im Gebiet am Weiterfahren gehindert worden. Die OSZE-Vertreter wollten prüfen, ob der Zugang zu dem umkämpften Gebiet für die niederländischen forensischen Experten und Polizisten sicher sei. Sie sollen die noch nicht geborgenen sterblichen Überreste der Opfer sicherstellen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat deshalb Verhandlungen mit der russischen Seite vorgeschlagen. Die Gespräche sollen im autoritär geführten Weissrussland stattfinden. Damit sollen internationale Experten endlich Zugang zur MH17-Absturzstelle erhalten. Zudem solle über die «Freilassung aller Geiseln» in der Gewalt der prorussischen Separatisten gesprochen werden.

Legende: Video Flucht aus der Ukraine abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 30.07.2014.

Treffen am Donnerstag?

Poroschenko habe den weissrussischen Staatschef Alexander Lukaschenko kontaktiert und «angeboten, an der Organisation eines Treffens in Minsk mitzuwirken», hiess es in Kiew. Ein Treffen könnte am Donnerstag stattfinden.

Gemäss dem Vorschlag könnten der frühere ukrainische Präsident Leonid Kutschma, der russische Botschafter in der Ukraine, Michail Surabow, sowie ein Vertreter der OSZE in der weissrussischen Hauptstadt verhandeln.

Auch die Aussenminister Russlands und der USA haben ein Ende der Kämpfe an der Absturzstelle gefordert. Die Resolution des UNO-Sicherheitsrats müsse nun gewissenhaft umgesetzt werden.

Kämpfe halten unvermindert an

Ein Ende der erbitterten Kämpfe zwischen Regierungseinheiten und Separatisten ist nicht abzusehen. Im Raum Donezk sind innerhalb von 24 Stunden laut den örtlichen Behörden mindestens 19 Zivilisten getötet worden. Zudem seien bei der Explosion einer Mine zwei Menschen ums Leben gekommen. Armee und Aufständische geben sich gegenseitig die Schuld.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    blödsinn, Alexander Hug wiederspricht der Aussage energisch und präsentiert in seiner Darstellung, am Ort des Geschehens ein ganz anderes Bild der Aufständischen. Sie helfen der OSZE
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Es liegt doch immer in der Betrachtungsweise jedes einzelnen. Und ist man zu sehr bestrebt irgend einen Schuldigen zu finden, verliert sich die Objektivität. Und es finden sich immer "Aufhänger" welche uns dann je nach Gusto präsentiert werden. So hat man uns gerne damals diesen einzelnen Separatisten gezeigt, welcher die ersten OSZE-Beobachter sehr medienwirksam weg gewiesen hat. Doch es sind immer nur Puzzle-Teile aus einem ganzen Bild heraus gegriffen.
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  • Kommentar von Peter Oppliger, Walenstadt
    W.Helfer/Ein bisschen Schalk darf es doch noch sein.Haben Sie es etwa anders verstanden?Natürlich weiss ich dass die Billag-Beiträge vielen Leuten ein Dorn im Auge sind.Ich zahle diese auch nicht unbedingt gerne.Doch heisst das nicht,dass ich als Billag-Zahler SRF vorschreiben kann was diese zu berichten haben.Die Meinungen der Leserschaft gehen eh immer auseinander.Die Berichterstattung von SRF ist schon korrekt,resp.man kann es nie allen recht machen.
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