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International MH17: UNO-Sicherheitsrat für unabhängige Untersuchung

Kann nun die Absturz-Ursache geklärt werden? Der UNO-Sicherheitsrat hat per Resolution eine unabhängige Untersuchung des mutmasslichen Abschusses einer Passagiermaschine über der Ostukraine gefordert. Auch der Flugschreiber soll nun nach Malaysia gebracht werden.

Legende: Video Haben Separatisten die Blackbox manipuliert? abspielen. Laufzeit 3:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.07.2014.

Alle 15 Mitglieder des Gremiums stimmten einer Resolution bei einer kurzfristig einberufenen Sitzung des UNO-Sicherheitsrates in New York zu. Es soll eine unabhängige Untersuchung geben.

Die Flugschreiber der in der Ostukraine abgestürzten Maschine von Malaysia Airlines sollen den malaysischen Behörden übergeben werden. Noch am Abend soll dies geschehen. Das sagte Malaysias Ministerpräsident Najib Razak. Er habe eine entsprechende Übereinkunft mit dem ostukrainischen Separatistenführer Alexander Borodaj erreicht, sagte er. «Um etwa 21 Uhr ukrainischer Zeit werden die zwei Blackboxes in Donezk einem malaysischen Team übergeben.»

Inzwischen hat der Zug mit den Leichen laut Augenzeugen den von Separatisten kontrollierten Bahnhof in der Ostukraine verlassen. Ukrainische Behördenvertreter sagten, der Zug fahre von Tores nach Charkow. Dort sollten internationale Experten die rund 280 Leichen untersuchen, bevor sie den Angehörigen übergeben werden. Charkow steht unter Kontrolle der ukrainischen Regierung.

Niederländer untersuchen die Toten

Zuvor konnten niederländische Ermittler mit der Untersuchung der Leichen beginnen. Vor Ort hatten die pro-russischen Separatisten rund 200 Leichen in fünf Zugwaggons unweit des Absturzortes bei Grabowo gebracht. Diese Waggons haben sie nun für die Experten geöffnet. Zwei Männer in Gasmasken gingen jeweils in die Waggons, wie Reporter beobachteten.

Legende: Video OSZE: Lagerung der Leichen offenbar konform abspielen. Laufzeit 1:15 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.07.2014.

Nach Angaben der Forensiker entsprach die Lagerung der Leichen den Standards. Dies sagte Alexander Hug, stellvertretender Leiter der OSZE-Sondermission Ukraine, in der Tagesschau.

Andere Medien meldeten indes, von einer Kühlung der sterblichen Überreste in den schwarzen Säcken sei nichts zu merken gewesen. Die pro-russischen Separatisten hatten dies entgegen bisherigen Darstellungen offenbar nicht gemacht. Den Ermittlern habe ein dermassen penetranter Geruch entgegen geschlagen, dass mehrere Umstehende und auch Vertreter der Rebellen ins Taumeln gerieten, wird berichtet.

Legende: Video SRF-Korrespondent Franzen: Die Lage bleibt kompliziert abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.07.2014.

Auch SRF-Korrespondent Christoph Franzen berichtet in der Tagesschau von einem sehr penetranten Geruch beim Öffnen der Waggons. Da komme schon das Gefühl auf, dass man früher etwas hätte tun müssen.

Putin gibt Schuld der Führung in Kiew

Putin selber warnte andere Länder davor, den Absturz des Fluges MH17 für politische Zwecke zu missbrauchen. «Hätte man die Kampfhandlungen im Osten der Ukraine nicht am 28. Juni wieder aufgenommen, wäre diese Tragödie sicher nicht geschehen», sagte er in einer Videobotschaft.

Der UNO-Sicherheitsrat könnte noch heute über eine Resolution zum Absturz der Maschine abstimmen. Weil die Russen die Resolution mit ihrem Veto verhindern können, ist der Ausgang allerdings völlig offen.

Der Entwurf fordert von allen Beteiligten – insbesondere den bewaffneten Separatisten, in deren Machtbereich die Absturzstelle liegt – eine uneingeschränkte Zusammenarbeit mit den internationalen Behörden. Gleichzeitig soll das Papier jede Manipulation an der Absturzstelle untersagen. Es fordert zudem, dass die Flugschreiber und andere Beweisstücke sofort auszuhändigen sind.

Ausweitung der EU-Sanktionen

Um eine bedingungslose Kooperation der Separatisten zu erzwingen, verstärkt die internationale Gemeinschaft den Druck auf Russland. Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident François Hollande und der britische Premierminister David Cameron drohten Moskau mit einer Ausweitung der EU-Sanktionen.

Kämpfe eingestellt

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat der Armee befohlen, die Kampfhandlungen um den Absturzort unverzüglich einzustellen. Poroschenko sprach sich auch für die Beteiligung russischer Experten an der Untersuchung des Absturzes aus. Ziel sei maximale Transparenz.

Kämpfe in Donezk

In der von pro-russischen Separatisten kontrollierten ostukrainischen Stadt Donezk ist es zu Kämpfen gekommen. Ein Anführer der Aufständischen sagte, die ukrainische Armee versuche mit mindestens vier Panzern und gepanzerten Fahrzeugen in die Stadt vorzustossen.

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134 Kommentare

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  • Kommentar von Ursin Gartmann, Dübendorf
    Ich liebe und habe mich in Wladimir Putin und sein Moskau verliebt, und das ist auch gut so. Darf man das als neutraler ururur Schweizer hier noch Schreiben?
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    1. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Sie haben sich also in diesen eiskalten KGB-Mann und Diktator "verliebt" .... na gut, jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden!
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    2. Antwort von B. Küng, Biel
      Es hindert Sie niemand daran, zu Ihrer neuen Liebe zu reisen ......
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    3. Antwort von c.jaschko, Bern
      Dear Mr Ursin , I have to inform you that youamerika conciders everyone who is not supporting them as someone against them :-) in clear words you better run now cause comes the first opportunity you will be taken to Guantanamo and there you will be brain washed to love amerika and hate Putin :-) they will feed you GMO burgers and you will be listening 24/7 to rock & roll music. Besides that you will be watching jerry springer so you get your slang improved and good idea what America is all about
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    4. Antwort von c.jaschko, Bern
      Dear Mister Ursin , I also think you kanton may get bomber by the first opportunity if they can't catch you :-) the news will read : target taken out , with small collateral damage :-) I sincerely wish you all the best and I believe it was a mistake to admit so openly that you love Russians and Moscau :-) yes we live in democracy but some things are better not said :-) you will be now seen as the worst form of enemy a western communist :-)
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    5. Antwort von c.jaschko, Bern
      Mr Ursin , from now on I also would mind open air cause the drones are everywhere and as you are no American citizen on American soil it may get tricky :-) Anyway , respect for your great courage ... I am you fan now ... hope that won't put me onto the list as well :-) if it does never mind I love rock & roll music I just will have to get used somehow to the GMO burgers :-)
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  • Kommentar von Sam Wille, Zürich
    Die ukrainische Regierung soll entlich aufhören, die Ermittlungen zu behindern am Absturzort und unabhängige, neutrale, russische Experten dahin lassen; ohne sie auf dem Weg dorthin zu bekämpfen. Die ganze Zeit wird gesagt, dort seien "böse" Separatisten; dabei ist es ja genau umgekehrt; die bösesn "Separatisten" sitzen im Westen... Russland (Putin) hat kein Dreck am Stecken; er ist ein ehrlicher Mann der niemandem etwas zuschande kommen lassen tut.
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  • Kommentar von andré P., ebikon
    der uno-Sicherheitsrat würde sich lieber mit dem Israel-Gaza Konflikt befassen...das Flugzeug wurde abgeschossen, daran lässt sich jetzt nichts mehr ändern, die leute sind tot...aber im Gazastreifen da sterben täglich sinnlos viele leute und es wird nix gemacht international...wenn die vom 2. Weltkrieg negativ geprägten Israels gegen die Hamas Terroristen kämpfen endet es in einer riesen Tragödie für die Zivilisten...
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