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International Militärjunta hebt Ausgangssperre in Bangkok auf

Thailand auf dem Weg zur Normalität: Die Streitkräfte fürchten keine Gewalt mehr und heben die Ausgangssperre vollends auf. Zuletzt galt sie nur noch für die Hauptstadt.

Ein Soldat steht neben Passanten
Legende: In den Urlaubsregionen galt die Ausgangssperre schon länger nicht mehr. Nun ist sie auch in Bangkok aufgehoben. Reuters

Drei Wochen nach dem Militärputsch in Thailand hat die Junta die schon mehrfach gelockerte Ausgangssperre vollends aufgehoben. Es gebe keine Anzeichen von Gewalt, hiess es im Dekret der Streitkräfte.

In Bangkok und einigen Provinzen galt zuletzt noch ein Ausgehverbot von Mitternacht bis vier Uhr morgens. In den Urlauberregionen war die Ausgangssperre schon früher aufgehoben worden.

Das Militär hatte die Regierung nach einem monatelangen Machtkampf mit Strassendemonstranten am 22. Mai abgesetzt. Aus Sorge vor Protesten von Regierungsanhängern verhängte sie die Ausgangssperre. Armeechef Prayuth Chan-ocha hat politische Reformen angekündigt. Wahlen soll es frühestens Mitte nächsten Jahres geben.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Treichler, Honolulu
    Herr Schwendener, meine Thailändischen Bekannten leben in Bangkok und gehören interessanterweise zumeist der massgebenden Elite an. Man ist gerade dort nach dem Putsch über die Zukunft besorgt. Ich habe sehr viel Zeit in Thailand verbracht und weiss was es braucht um Geschäfte in der Metropole zu tätigen. Ich kann Ihnen einiges von Korruption berichten. Kein Putsch hat sie jemals gestoppt sondern lediglich anders verteilt.Mein Wohnort is irrelevant da ich mich meistens in Asien befinde.
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  • Kommentar von Juerg Schwendener, Phuket
    Ja Herr Treichler, Ihre Thai Freunde möchte ich sehen. Ich lebe hier schon sehr lange. Meine Familie kommt aus dem Esaan und es waren Thaksin-Wähler. Inzwischen haben diese gesehen, wie korrupt dieser Clan gewirtschaftet hat. Alle sind froh, dass das Militär die Macht übernommen hat! Das Königshaus fördert sehr vieles in Thailand, was der Bevölkerung zu Gute kommt. Der König hat übrigens in der Schweiz studiert. Man kann nicht blind von Honolulu aus irgendwelche Mutmassungen anstellen.
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  • Kommentar von Juerg Schwendener, Phuket
    So schnell ist dieser Bericht aus den Schlagzeilen verschwunden. Leider wird verschwiegen, was die Militärregierung eigentlich will und macht: Endlich Schluss mit der korrupten Demokratie und Sicherheit und Stabilität für das Land. Ich erlebe nicht den ersten Putsch des Militärs und jedes Mal war es gut und nötig. Eine Demokratie wie die der Schweiz braucht ein Jahrhundert um zu bestehen. Aber es wird schon... der Wille ist da. Und bitte die Mentalität nicht mit dem Westen vergleichen!
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    1. Antwort von Thomas Treichler, Honolulu
      Das Problem liegt viel tiefer. Niemand sagt dass Thailand eine Demokratie wie in der Schweiz anstreben soll. Es geht in Bangkok darum wer zum Geldhahn Zutritt hat. Jeder Putsch hat dies zum Ziel. Wissen Sie dass das Kőnigshaus, reicher als das Sultanat von Brunei, Aktiven von über 34 milliarden Franken besitzt? Wissen Sie wie das Geld der Monarchie investiert wird und von wem? Ich bin seit 40 Jahren in Asien tätig und habe viele Thailändische Freunde die die Umstände bestens kennen.
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