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International Millionen Dollar flossen heimlich nach Afghanistan

Die CIA hat laut der «New York Times» Millionen Dollar in Koffern, Rucksäcken und Plastiktüten ins afghanische Präsidialamt gebracht – und dies jahrelang. Das Geld floss indirekt auch in den Drogenhandel.

Legende: Video CIA-Millionen förderten Korruption in Afghanistan abspielen. Laufzeit 0:56 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 29.04.2013.

Die «New York Times» nannte es das «Geistergeld». Die Zeitung berichtete, dass über Jahre mehrere Millionen Dollar vom US-Geheimdienst zu Präsident Hamid Karsai flossen.

Geld wechselt die Hände
Legende: Die Zahlungen wurden offenbar nicht von Karsai selbst, sondern von seinem Nationalen Sicherheitsrat abgewickelt. Reuters

Mit dem Geld habe sich der US-Geheimdienst Einfluss auf Präsident Hamid Karsai sichern wollen, berichtete das US-Blatt. Die Millionen förderten aber US-Regierungskreisen zufolge die Korruption und machte die Milizenchefs noch stärker.

Geld kam bei den Falschen an

Karsais ehemaliger Stabschef sagte, das Geld sei auf geheimem Weg angekommen und auf geheimem Weg abgeflossen. Ein grosser Teil des Geldes sei an Milizenchefs und Politiker gegangen. Viele von ihnen hätten Verbindungen zum Drogenhandel und in einigen Fällen zu den radikal-islamischen Taliban gehabt.

Die CIA habe damit dieselben Netzwerke gefördert, die US-Diplomaten und -Sicherheitsbehörden auflösen wollten, sagten amerikanische und afghanische Vertreter. Der CIA lehnte eine Stellungnahme ab.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Amerika wie es ist ... unverkennbar!
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Und von den eigenen Bürgern verlangt die USA-Regierung mit Obama "Steuerehrlichkeit", obwohl selber mit Kriegen, Kriminellen, Terroristen, Schmiergeldpolitik und Korruption verstrickt. Ist das nicht lächerlich, mit Dreck am staatlichen Stecken vom Bürger das Gegenteil zu fordern, oder andere Staaten zur weissen Weste in Steuersachen zu zwingen, obwohl die eigene Kutte vor Dreck starrt?
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Der starke Mann in Kabul herrschte und herscht seit jeher über ein sehr eingeschränktes Territorium und musste sich die Loyalität der Stammesführer immer erkaufen. Das war schon immer so und ist auch heute unveränderte Realität. Einige wenn nicht alle dieser Stammesfürsten basieren Ihre Macht auf Drogenanbau u. Handel, Waffenhandel und Schmuggel von Luxusgütern.
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