Mindestens 31 Flüchtlinge vor türkischer Küste ertrunken

Trotz stürmischer See wagen Migranten noch immer die gefährliche Überfahrt von der Türkei nach Griechenland. Auf dem Weg in ein vermeintlich besseres Leben sind in der Ägäis mindestens 31 Flüchtlinge ums Leben gekommen, darunter mehrere Kinder.

Angeschwemmter Leichnam an einem Strand.

Bildlegende: Massengrab Mittelmeer: im Jahr 2015 sind 3771 Flüchtlinge ertrunken. Keystone

An der türkischen Küste sind 31 Leichen angespült worden. Die Toten seien in den westtürkischen Distrikten Ayvalik und Dikili geborgen worden, berichtete der Sender CNN Türk. Zwölf Menschen seien gerettet worden.

Unter den Toten seien eine schwangere Frau und mehrere Kinder. Die Flüchtlinge und Migranten seien bei dem Versuch ertrunken, mit zwei Booten zur griechischen Insel Lesbos zu gelangen. Das Mittelmeer in der Region ist zurzeit stürmisch. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu waren die Migranten irakische, algerische und syrische Staatsangehörige.

Schlechte Ausrüstung

Ein Reporter von CNN Türk sagte, die Migranten hätten zur Überfahrt Schlauchboote von minderwertiger Qualität benutzt. Viele hätten zudem ungeeignete Schwimmwesten getragen, die sich mit Wasser vollgesaugt hatten.

Solche Westen von geringer Qualität werden vor allem in der Küstenregion unter der Hand verkauft. Die türkische Polizei beschlagnahmte bei einer Razzia in Izmir mehr als tausend illegal hergestellter Rettungswesten, berichtete CNN Türk. In der Produktionsstätte hätten auch zwei syrische Kinder gearbeitet.

Die Türkei hat nach eigenen Angaben 2,2 Millionen Flüchtlinge alleine aus Syrien aufgenommen. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR kamen im vergangenen Jahr mehr als 800'000 Flüchtlinge auf dem Seeweg von der Türkei in das EU-Mitgliedsland Griechenland.