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International Mindestens 50 Tote nach Boko-Haram-Angriff

Bei einem Angriff der Islamistengruppe auf ein Dorf im Nordosten Nigerias sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Viele Opfer ertranken auf der Flucht. Andere wurden erschossen.

Ein Mann hebt seine Waffe in die Luft.
Legende: Immer wieder verübt Boko Haram Anschläge. Ihre bevorzugten Ziele sind Schulen, Vorplätze von Moscheen und Marktplätze. Keystone / Symbolbild

Die Islamistengruppe Boko Haram hat wieder zugeschlagen. Über 50 Menschen sollen laut einem Regierungsvertreter im nigerianischen Dorf Kukuwa-Gari getötet worden sein. Augenzeugen sprachen von bis zu 150 Toten. Viele ertranken auf der Flucht in einem Fluss. Andere wurden von den Islamisten erschossen.

Helfer von Islamisten erschossen

Dutzende Angreifer waren mit Motorrädern und einem Auto ins Dorf eingefallen und hatten das Feuer eröffnet. Die meisten Dorfbewohner, vor allem Frauen und Kinder, rannten in Panik in Richtung des Flusses.

Dabei wurden sie von den Angreifern verfolgt. Schliesslich sprangen die Flüchtenden in den Fluss. Einer der Angreifer habe gezielt einen Fischer erschossen, der versucht habe, die Ertrinkenden zu retten.

Der Angriff auf das Dorf ereignete sich bereits vergangenen Donnerstag. Weil die Extremisten die Telekommunikationsmasten zerstörten, dauerte es fünf Tage, bis die Nachricht an die Öffentlichkeit drang.

5 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Schon als Boko Haram ankündigte, sich dem Daesh (IS) unterstellt zu haben, deutete darauf hin, dass die Terrorgruppe unter Druck steht. Es war offensichtlich, dass die Truppen des Tschad und Kameruns ihnen zu schaffen machten. Erstaunlich sind aber auch die Erfolge der nigerianischen Armee. Seit der Präsidentenwahl, wo Buhari als Nachfolger von Jonathan bestimmt wurde, scheint ein Wandel innerhalb der Armee in Vollziehung zu sein.
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    1. Antwort von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
      2) Boko Haram wurde aber oft abgeschrieben und kehrte dann mit einem Attentat zurück. Doch die Berichte machen Hoffnung, der Boko Haram bald ein Ende gesetzt wird.
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  • Kommentar von E. Jenni, Ottikon
    Zu Putin's Tauchgang finden sich Kommentarschreiber ein, welche sich hier gerne über Andere lustig machen, aber über den unvorstellbaren Greueltaten der Islamisten in Nigeria herrscht stillschweigen. Das spricht Bände! Man ist bereits so abgestupft darüber, dass es scheinbar egal ist, ob 20, 50 oder 100 unschuldige Menschen ertrinken oder von den skrupellosen Mördern feige erschossen werden! In was für einer gleichgültigen, wertelosen Welt leben wir eigentlich?
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    1. Antwort von u.felber, luzern
      was soll man dazu noch schreiben?! das was ich schreiben würde, würde mit 100%er Sicherheit gegen die Nettiquette verstossen!
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    2. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Ihr habt alle beide RECHT!
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