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Missbrauch von Facebook-Daten Zuckerberg räumt Fehler ein

Legende: Video Zuckerberg entschuldigt sich (engl.) abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
Vom 22.03.2018.
  • Die Firma Cambridge Analytica hat Medien zufolge Informationen von insgesamt rund 50 Millionen Nutzern ohne deren Wissen benutzt.
  • Der Facebook-Chef räumte Fehler ein und kündigte Konsequenzen an.
  • Die Aktie des sozialen Netzwerks verlor inzwischen weiter an Wert.

Der politische Druck auf Facebook wächst, nachdem publik wurde, dass sich die umstrittene britische Analysefirma Cambridge Analytica Zugang zu Daten von Millionen Nutzern verschaffte. Sie steht im Verdacht, die Präsidentenwahl in den USA Ende 2016 zugunsten von Donald Trump beeinflusst zu haben.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg kündigte in einem Post Untersuchungen an. Ausserdem werde Facebook mit den Ermittlern zusammenarbeiten, um den Vorfall aufzuklären. Alle betroffenen Nutzer würden informiert.

Zudem werde er Möglichkeiten aufzeigen, mit denen sich Nutzer vor derartigen Übergriffen schützen könnten. Es handle sich um einen Vertrauensbruch, der ihm sehr leidtue, sagte er gegenüber CNN. Facebook habe die Verantwortung, die Daten der Nutzer zu schützen.

Auch dazu, was Facebook tun werde, um ein solches Datenleck künftig zu verhindern, äusserte sich Zuckerberg: «Wir müssen sicherstellen, dass es nicht noch ein anderes Cambridge Analytica da draussen gibt.» Man werde deshalb jede App untersuchen, die auf grosse Datenmengen Zugriff habe.

«Weckruf» für EU-Justizkommissarin

Die EU-Justizkommissarin Věra Jourová warnte angesichts des Vorfalls vor einer Bedrohung für die Demokratie und sprach von einem «Weckruf». Es sei in das Privatleben von Menschen eingegriffen worden, sagte sie in Washington. Dorthin ist sie gereist, um mit Vertretern der Trump-Regierung zu sprechen.

Die Affäre hat die Facebook-Aktie in den vergangenen Tagen auf Talfahrt geschickt. Erste Investoren reichten bereits Klage ein.

Legende: Video FOKUS: Facebook weiter unter Druck abspielen. Laufzeit 3:55 Minuten.
Aus 10vor10 vom 21.03.2018.
Schlüsselfiguren in der Cambrige-Analytica-Affäre

12 Kommentare

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  • Kommentar von Elizabeth M. (Elizab)
    Die Zeit kommt dass man für die Nutzung von FB, Google und Co 19.99 pro Monat bezahlen muss. Nichts kommt gratis. Daten sammeln und sie verkaufen ist womit solche Firmen das meiste Geld verdienen. PS Heute habe ich grosse Probleme auf Facebook zuzugreifen. Manchmal klappts aber meistens nicht. Ist Fb schon down ?
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  • Kommentar von Thomas Steiner (Tom Stone)
    Und wer lächelt in der Mitte der Grafik? Steve Bannon. Aber natürlich keine Verbindungen zum Weissen Haus zu erkennen. Nur zu den bösen Russen.
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  • Kommentar von Samira Amgarten (S Amgarten)
    Facebook ist kostenlos. Gibt es tatsächlich Leute, die glauben, dass ihre daten nicht weiterverwendet werden? Es ist doch unwesentlich , ob damit ein Wahlverhalten oder ein Kaufberhalten beeinflusst wird. Es ist auch egal, ob die daten für Werbung AUF fb oder AUSSERHALB fb verwendet werden. Wir werden sowieso täglich x100 Mal durch personalisierte Meldungen auf x-Kanälen gebrainwashed. Wer kostenlose dienste im Internet nutzt, nimmt das in Kauf.
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