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International Mob bedroht Flüchtlinge vor Asylunterkunft

Szenen vor einer Asylunterkunft im deutschen Bundesland Sachsen: Ein grölender Mob bedroht Flüchtlinge – darunter eingeschüchterte Kinder – die dort in einem Bus ankommen, wie ein Video zeigt. Die Polizei ermittelt.

Legende: Video Mit «Wir sind das Volk!» schreien Bürger Asylanten an abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.02.2016.

«Willkommenskultur» in sächsischen Clausnitz: Gegen hundert Demonstranten empfingen am Donnerstag einen Bus mit Flüchtlingen: «Wir sind das Volk» skandierte die Menge und hinderte die Flüchtlinge ihre Unterkunft zu erreichen.

Antwortschreiben der Polizei Sachsen auf eine Anfrage auf Facebook
Legende: twitter.com/matthiasmeisner

Laut Polizei blockierten die Demonstranten den Bus. Rund zwei Stunden soll die Aktion gedauert haben. Dann setzte die Polizei dem Spuk ein Ende.

Organisiert wurde die Protestaktion offenbar von der Facebook-Gruppe «Döbeln wehrt sich – Meine Stimme gegen Überfremdung». Der Vorfall hat juristische Konsequenzen: Die Polizei hat 13 Anzeigen wegen Verstosses gegen das Versammlungsverbot aufgenommen.

Der Vorfall wirft in den Sozialen Medien hohe Wellen. Die Polizei Sachsen hat unter anderem auf eine Anfrage auf Facebook eine Stellungnahme geschrieben (siehe Bild).

Auch der Moderator Jan Böhmermann äusserte sich auf Twitter zu #Clausnitz:

Flüchtlingsheime brennen schon

Andere zeigten sich ebenfalls betroffen:

Sachliche Worte auf die Szene?

Wer ist das Volk?

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67 Kommentare

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  • Kommentar von Beatrice Fiechter (thea)
    Es steckt überall ein Kernchen Wahrheit drin.Nur hat Gewalt, nicht zuhören und dauerndes beschuldigen noch nie ein Problem gelöst.Es hat wohl jeder verstanden,dass ein grosser Teil der Bevölkerung sich Sorgen macht, bis zutiefst beunruhigt ist. Jeder geht damit anders um.In einer Demokratie hat jeder ein Recht auf eigene Meinung.Diese Meinungen zusammen zu bringen,bzw. einen gemeinsamen Nenner zu finden,wird dann unmöglich,wenn alle diametral auseinander streben.Lösungen entstehen nur gemeinsam.
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  • Kommentar von Parzival Hugic (mađioničar)
    Schon lange habe ich ein solches oder ähnliches Ereignis erwartet. Und der "Shitstrom" der linken Moralapostel war gewiss. Ich hoffe sehr, dass sich dieselben Leute bei den Ereignissen von Köln auch so sehr medial ereifert haben. Vergewaltigungen gehören für mich persönlich schon noch in eine andere Kategorie als die Blockade eines Buses. In Hoffnung auf verhältnismässigere Reaktionen...gerade von Leuten die sich in Abstimmungen auf die Verhältnismässigkeit berufen.
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Übrigens, nur zur Information, die Polizei verweist darauf, dass Personen im Bus provozierende Gesten machten und deshalb ihr Einsatz verhältnismässig war. Der Junge der im Polizeigriff ins Asylheim verbracht wurde zeigte offenbar auch den Stinkefinger und kommt aus dem Libanon. Die Asylanten kommen übrigens aus Iran, Libanon und Syrien.
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    1. Antwort von Peter Holzer (Peter Holzer)
      Herr Sandmeier - die Polizei verweist auf das eine, Videos und Augenzeugen berichten genau das Gegenteil. Was genau stimmt weiss bis jetzt noch niemand mit Sicherheit, also nicht immer vorverurteilen. In Köln haben sich inzwischen über 1000 Frauen gemeldet, die angeblich am Bahnhof belästigt wurden. Jede einzelne ist natürlich eine zuviel und ich verurteile das, blos waren keine 1000 Frauen anwesend. Wurde so auch offiziel bestätigt. Man sollte immer alles hinterfragen!
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