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International Mögliche Ursachen für das Verschwinden der Boeing 777-200

Der mysteriöse Fall der verschollenen Boeing der Malaysia Airlines lässt Behörden wie Experten ratlos. Es gibt jedoch eine Reihe von Spekulationen, was mit dem Langstreckenflugzeug und den 239 Menschen an Bord passiert sein könnte.

Legende: Video Rätsel um Flugzeug der Malaysian-Airlines abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 10.03.2014.

Die Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines ist seit drei Tagen verschollen – über die Gründe kann momentan nur spekuliert werden.

Könnte es eine Panne gegeben haben?

Plötzliche Schäden am Flugzeug können zu Explosionen oder dem sofortigen Verlust des Kabinendrucks führen und später zum Absturz. Doch gelten derartige Vorfälle bei den heutigen Maschinen als wenig wahrscheinlich – insbesondere beim Flugzeugtyp Boeing 777-200, der einen fast makellosen Ruf in Sicherheitsfragen geniesst.

«Ein Riss im Rumpf kann zum völligen Ausfall führen, bei dem keine Zeit zum Reagieren mehr bleibt – doch ist mir aus den vergangenen zwei oder drei Jahrzehnten so gut wie kein derartiger Zwischenfall bekannt», sagt der Flugzeugexperte Ravi Madavaram vom Beratungsunternehmen Frost und Sullivan. Sein Kollege Gerry Soejatman ergänzt, Wartungsberichte der malaysischen Maschine hätten keinerlei Auffälligkeiten aufgewiesen.

Eine Boeing 777-200 startet bei Nebel am Flughafen von Hanoi, Vietnam. (reuters)
Legende: Seit drei Tagen verschollen: Die Suche nach der Boeing der Malaysia Airlines im Südchinesischen Meer geht weiter. Reuters

War es menschliches Versagen?

Der Fall vom Flug MH370 weist einige Parallelen zum Absturz einer Air-France Maschine über dem Atlantik im Juni 2009 auf. Damals starben alle 228 Insassen. Ermittlungen ergaben, die Geschwindigkeitsmesser vereisten und die Maschine verlor darauf an Flughöhe. Die Piloten waren für derartige Extremsituationen aber nicht ausgebildet. Sie reagierten deshalb falsch. Nach den Worten von Experte Soejatman nutzt selbst die beste Sicherheitsausstattung wenig, wenn Piloten auf Notsituationen nicht vorbereitet würden: «Eine inkompetente Crew verliert dann rasch die Kontrolle.»

War es eine fehlgeschlagene Entführung oder ein Terroranschlag?

Die Behörden schliessen mittlerweile weder eine missglückte Entführung noch einen Terroranschlag aus. Zumal bekannt geworden war, dass zwei Passagiere mit gestohlenen Pässen aus Italien und Österreich und ein dritter ebenfalls mit einem möglicherweise gefälschten chinesischen Ausweis unterwegs waren. Zudem wird vermutet, der Pilot habe unerklärlicherweise versucht, nach Kuala Lumpur umzukehren.

Der Experte Shukor Yusof von Standard and Poor's mahnt zur Vorsicht: Niemand habe sich bisher zu einem Anschlag bekannt – «wo ist das Motiv?» Yusof fügt an: Gestohlene Pässe seien nicht notwendigerweise ein Hinweis auf Terroranschläge. Sie könnten auch von illegalen Gastarbeitern oder Mitgliedern des organisierten Verbrechens benutzt worden sein.

War die Kontrolle in Malaysia ungenügend?

Für den modernen Flughafen der malaysischen Hauptstadt sind bislang keine massiven Sicherheitslücken dokumentiert. Laut dem Terrorismusexperten Rohan Gunaratna aus Singapur deuten die gestohlenen Pässe jedoch auf «schwere Mängel» bei den Ausweiskontrollen hin. Tatsächlich teilte Interpol am Sonntag mit, die beiden 2012 und 2013 in Thailand gestohlenen Pässe waren in der Datenbank der internationalen Polizeibehörde registriert. Offenbar aber nahmen die Verantwortlichen in Kuala Lumpur keinen Datenabgleich mit Interpol vor.

Könnte der Maschine der Treibstoff ausgegangen sein?

Nach Angaben der Malaysia Airlines hatte die Boeing Treibstoff für mindestens acht Flugstunden getankt – dies sind zwei Stunden mehr als die benötigte Flugdauer bis zum Reiseziel Peking und entspricht den Gepflogenheiten. Laut dem Experten Ravi hätte der Pilot bei einem Treibstoffverlust zudem in jedem Fall genügend Zeit gehabt, einen Notruf abzusetzen. Einen solchen aber gab es vor dem mysteriösen Verschwinden des Flugzeuges nicht.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von jo term, zürich
    vielleicht wurde die Maschine unglücklicherweise abgeschossen , es wäre nicht das erste Mal , in einem solchen Fall will man den Flieger gar nicht finden und legt eine falsche Spur. Laut Berichten wurde die Flugbahn von einem militärischen Radar aufgezeichnet.
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    1. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Fakt ist einfach, dass Zeugen an der Küste in Malaysia am Samstagmorgen um 1.45 Uhr Ortszeit ein weisses Licht am Himmel über dem Meer gesehen haben das sich dem Wasser näherte. Etwa 5 Minuten lang. Schwer zu sagen wie weit das entfernt war. In Newsticker ist jetzt die Meldung zu vernehmen, dass eine Woche zuvor eine Terrorwarnung gegen chinesische Bahnhöfe und Flughäfen ausgesprochen wurde. Muss aber nichts mit Flug MH 370 zu tun haben.
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Fünf eingecheckte Passagiere waren nie an Bord. Zwei Passagiere mit gestohlenen Pässen waren an Bord. Da kein Notruf erfolgte und die Maschine vermutlich in 11.000 Metern Höhe zerstört wurde, ist das ein gewichtiges Indiz für einen Anschlag. Zudem haben amerikanische Sicherheitsbehörden am 20.Februar 2014 eine Warnung vor dem Einsatz neuartiger Schuhbomben in Flugzeugen herausgegeben. Und zwar für die ganze Welt und keine spezifische Fluggesellschaft.
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  • Kommentar von Daniel Roth, Bazenheid
    Diese B 777-200 hatte einmal ein Flügelaustausch möglich nicht korekt wider hergestellt schrauben nieten... Das verheimlicht wohl Malasia airlines.. Deshalb auseinander gebrochen..
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