Polizei stoppt Autofahrer Möglicherweise Anschlag in Antwerpen verhindert

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Bomben-Entschärfungs-Roboter in Antwerpen im Einsatz

0:19 min, vom 23.3.2017

  • Einen Tag nach dem Terrorakt in London ist in der belgischen Stadt Antwerpen möglicherweise ein Anschlag verhindert worden.
  • Nach Angaben eines Polizeisprechers raste am Morgen ein Mann mit hoher Geschwindigkeit durch die Haupteinkaufsstrasse Meir.
  • Menschen hätten zur Seite springen müssen, hiess es. Das Auto wurde wenig später von Sicherheitskräften gestoppt. Der Fahrer sei festgenommen worden.
  • In dem Auto wurden Waffen und illegale Stoffe sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, es seien mehrfach Fussgänger in Gefahr gewesen. Ihren Angaben zufolge konnte das Auto nach einer kurzen Flucht von einer schnellen Eingreiftruppe der Antwerpener Polizei gestoppt werden. Zuvor war dies Soldaten nicht gelungen.

Beim festgenommenen Fahrer handelt es sich nach den ersten Ermittlungen um einen 39 Jahre alten Franzosen mit nordafrikanischen Wurzeln. Ob er gezielt Menschen totfahren wollte, blieb zunächst unklar.

Mutmasslicher Täter war den Behörden bekannt

Im Kofferraum seines Fahrzeuges fanden Ermittler nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stichwaffen sowie ein Gewehr. Zudem wurde ein Kanister mit einer noch unbekannten Flüssigkeit entdeckt.

Deswegen sowie vor dem Hintergrund des Anschlages in London übernahm die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen. Der Kampfmittelräumdienst untersuchte das Fahrzeug.

Der festgenommene Franzose soll der Polizei nach Medienberichten wegen illegalen Waffenbesitzes bekannt sein. Der belgische Ministerpräsident Charles Michel bedankte sich über den Kurznachrichtendienst Twitter bei den Sicherheitskräften.

Zweithöchste Terror-Alarmstufe

Das Land hatte erst am Mittwoch mit Gedenkfeiern an die Terroranschläge vor einem Jahr erinnert. Damals hatten Selbstmordattentäter bei Anschlägen am Brüsseler Flughafen sowie in einer Metrostation in der Innenstadt 32 Menschen mit in den Tod gerissen.

Im Land gilt derzeit die zweithöchste Terror-Alarmstufe. Das bedeutet, dass die Behörden die terroristische Bedrohung als «ernst, möglich und wahrscheinlich» einschätzen.

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