Zum Inhalt springen

International Moskau und Kiew einigen sich im Gasstreit

Russland nimmt die im Juli gestoppten Gaslieferungen in die Ukraine wieder auf. Damit ist der Gasstreit beigelegt – zumindest für diesen Winter.

Ein Gazprom-Techniker mit Fellkappe inspiziert ein Gasometer bei der Messstation in Pisarewka nahe der ukrainischen Grenze.
Legende: Noch im Oktober soll die Ukraine zwei Milliarden Kubikmeter Gas von der russischen Gazprom kaufen. Keystone

Russland hat der Ukraine Gaslieferungen bis März zugesichert. Unter Vermittlung der EU einigten sich die beiden Länder nach fünfstündigen Verhandlungen, wie der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, mitteilte.

Für eine Unterzeichnung des Abkommens seien aber noch getrennte Verfahren nötig. Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte, der Deal sichere auch den ungehinderten Gas-Transit in die EU.

Streit um Gaspreise flammt regelmässig auf

Russland hatte die Gaslieferungen an die Ukraine Anfang Juli eingestellt, nachdem Kiew keine Vorauszahlung mehr geleistet hatte. Der Gasstreit zwischen den beiden Staaten über Gaspreise schwelt schon lange, flammt immer wieder auf und hat schon öfter zu Lieferstopps geführt.

Die Ukraine steht wegen Misswirtschaft, Korruption und einem Konflikt mit prorussischen Separatisten im Osten am Rande eines Staatsbankrotts. Sie wirft Russland vor, Gaslieferungen als politisches Druckmittel im Konflikt um die Ostukraine einzusetzen.

Die EU bezieht etwa ein Drittel ihres Gasbedarfs aus Russland, rund die Hälfte davon wird über die Ukraine geleitet. Sie hat deshalb ein besonderes Interesse an der Beilegung des Streits.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.