Mugabe sieht sich im Amt bestätigt

Der langjährige Staatschef Robert Mugabe hat bei der Präsidentschaftswahl bis zu drei Viertel der Stimmen auf sich vereinen können. Zu diesem Schluss kommt seine Partei. Die Wahlbeoachter der Afrikanischen Union bezeichnen den Urnengang als «nicht unfair».

Mugabe an Rednerpult

Bildlegende: Mugabe wähnt sich schon als Sieger. Keystone

Laut dem Sprecher der Regierungspartei ZANU-PF kann der 89-jährige Robert Mugabe mit «70 bis 75 Prozent» der Stimmen rechnen.

Am Donnerstag hatten bereits erste inoffizielle Ergebnisse zur Parlamentswahl vom Mittwoch einen deutlichen Vorsprung der Partei Mugabes angedeutet. Dessen Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl, Morgan Tsvangirai, bezeichnete den Urnengang als «gewaltige Farce» und «null und nichtig».

Die Beobachter der Afrikanischen Union (AU) beschrieben die Wahl dagegen überraschend früh als insgesamt fair, auch wenn es manche Probleme mit den Wählerlisten und der Abweisung von Wählern gegeben habe.

Die amtlichen Endergebnisse der Parlaments- und Präsidentenwahlen werden erst für Montag erwartet. Sollte keiner der fünf Präsidentschaftskandidaten eine absolute Mehrheit erzielen, gibt es am 11. September eine Stichwahl.

An der Macht seit 33 Jahren

Tsvangirai trat bereits zum vierten Mal bei einer Präsidentschaftswahl gegen Mugabe an. Im Jahr 2008 hatte er nach der ersten Runde deutlich vorn gelegen, woraufhin es blutige Angriffe auf seine Anhänger gab und er seine Kandidatur zurückziehen musste.

Mugabe führt das südafrikanische Land seit 33 Jahren mit eiserner Hand und liess sich am Donnerstag bereit als Wahlsieger feiern. Seine Politik bescherte dem Land einen rasanten wirtschaftlichen Niedergang.