Mutmassliche Dschihadisten in Spanien gestellt

Spanische Sicherheitskräfte haben in der nordafrikanischen Exklave Ceuta vier Terrorverdächtige festgenommen. Nach Angaben des Innenministeriums in Madrid stehen die Männer in Verdacht, einem islamistischen Netz anzugehören und Anschläge in Spanien geplant zu haben.

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Anti-Terroreinsatz in Spanien (ohne Ton)

0:29 min, vom 24.1.2015

Vier mutmassliche Dschihadisten wurden bei einer Anti-Terror-Aktion in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta festgenommen. Das teilte das Innenministerium in Madrid mit. Bei der Operation am frühen Samstagmorgen seien unter anderem zwei Häuser durchsucht worden.

Innenminister Jorge Fernandez Diaz sagte, bei den Festgenommenen handele es sich um zwei Brüderpaare: «Sie sind hoch radikalisiert und bestens trainiert.» Es gebe viele Parallelen zu den Attentätern, die die französische Satirezeitung «Charlie Hebdo» in Paris angegriffen hatten. Es werde geprüft, ob die «Zelle» Anschläge in Spanien geplant habe. Im gesamten vergangenen Jahr hatte Spanien nach Regierungsangaben etwa 50 mutmassliche Dschihadisten festgenommen, darunter auch in Ceuta und der Exklave Melilla.

Razzia gegen Drogenhändler

Die Zeitung «El Mundo» zitierte Diaz, bei den Festgenommenen handele es sich um gebürtige Marokkaner mit spanischen Pässen. Bei Durchsuchungen seien Kampfausrüstungen und Messer entdeckt worden.

Kurz vor der Festnahme der mutmasslichen Terroristen hatten die Behörden in Spanien und Marokko die gemeinsame Zerschlagung eines Haschischhändlerrings bekanntgegeben, der den Erkenntnissen zufolge dschihadistische Gruppen finanzierte.

Der Zeitung «El Pais» zufolge hatte einer der Männer vor zwei Wochen im Internet ein Video veröffentlicht, das ihn bei Militärübungen zeigt und in dem er zum Dschihad aufruft. Daraufhin seien die Sicherheitsbehörden aktiv geworden.