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International Mysteriöser Schütze von Paris weiter auf der Flucht

Die französische Polizei ist nach dem blutigen Angriff auf den Redaktionssitz der Pariser Zeitung «Libération» und Schüssen vor einer Grossbank in höchster Alarmbereitschaft. Der Täter ist weiter auf freiem Fuss. Die Polizei bewacht verschiedene Gebäude.

Legende: Video «Polizei sperrt die Strasse bei der Zeitung «Libération» (unkomm.)» abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Vom 18.11.2013.

Nach den mysteriösen Überfällen auf zwei Pariser Medienhäuser fahndet die französische Polizei weiter mit Hochdruck nach dem flüchtigen Täter. Weil dem unbekannten Mann weitere Attentate zugetraut werden, waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch die ganze Nacht über zahlreiche Sonderermittler im Einsatz. Bis zum Dienstagmorgen konnten sie allerdings keinen Erfolg verkünden.

Der nach Schätzungen der Polizei zwischen 35 und 45 Jahre alte Mann hatte am Montag am Redaktionssitz der linksliberalen Zeitung «Libération» einen jungen Fotoassistenten niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt.

Bereits am Freitag bedrohte vermutlich derselbe Täter im Gebäude des TV-Nachrichtensenders BFM einen der Chefredaktoren – ohne jedoch zu schiessen.

Libération: «Wir machen weiter»

Das Motiv des Attentäters gilt als völlig unklar. Der Mann sei wahrscheinlich ein Einzeltäter, hiess es am Montag von den Ermittlern. «Wir machen weiter», lautete am Dienstag in der «Libération» die Überschrift des Leitartikels. Die Zeitung werde sich nicht ändern, auch wenn man zutiefst erschüttert sei, kommentierte Vorstand Nicolas Demorand.

Nach dem Überfall auf den Redaktionssitz hatte der mutmassliche Attentäter auch vor dem Hochhaus der französischen Grossbank Société Générale im Geschäftsviertel La Défense Schüsse abgegeben. Dabei wurde aber niemand verletzt. Danach kaperte er ein Auto und liess sich in die Nähe der Pariser Champs-Élysées fahren. Dort verlor sich seine Spur.

Hollande: Angriff auf die Informationsfreiheit

Präsident François Hollande bezeichnete die Taten am Rande einer Nahost-Reise als Angriff auf die Informationsfreiheit und verlangte von den Sicherheitskräften, alles dafür zu tun, um den Mann zu stellen.

Er könne sofort wieder versuchen zu töten, sagte der Präsident. Die Polizei stationierte vor grösseren Redaktionen Sicherheitskräfte. Auch vor Nachrichtenagenturen sollte es zusätzliche Patrouillen geben.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Die rechtslastigen Schreiberlinge von "Liberation" haben wohl den Bogen überspannt. Das kann zwar keine Rechtfertigung für den Anschlag sein, aber es zeigt wo in Frankreich die miese Stimmung auch gemacht wird: in den Schreibstuben der bürgerlichen Presse! Der Täter hat allerdings mit der Gendarmerie National die unzimperlichste Polizeitruppe auf dem Kontinent herausgefordert. Das endet in der Regel tödlich.
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    1. Antwort von M Jaeger, Wildwil
      Liberation ist links.. ;-)
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    "Politiker entsetzt: Angriff auf "unser aller Freiheit" Solche Angriffe auf "unser aller Freiheit" geschehen in Marseille und anderen französischen Städten wöchentlich. Da es sich bei den Tätern dort allerdings ausschliesslich um zugewanderte muslimische Täter handelt, schauen die Politiker und Journalisten beschämt und mit hochroten Köpfen weg.
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