Nach dem Taifun droht die Hungersnot

1,5 Millionen Kinder auf den Philippinen haben zu wenig zu essen. Die UNO befürchtet, dass noch mehr Menschen sterben werden.

Kinder spielen in den Trümmern.

Bildlegende: Vier Millionen Menschen sind auf den Philippinen noch ohne Obdach. Keystone

Zwei Wochen nach dem Taifun «Haiyan» ist die Zahl der Toten auf den Philippinen auf über 5200 gestiegen. Und sie könnte weiter steigen, wie die UNO warnt. 1,5 Millionen Kindern drohe Mangelernährung, sagte die Nothilfekoordinatorin Valerie Amos nach ihrer Rückkehr von den Philippinen.

 

«Wir sind darüber sehr besorgt und auch wegen der fast 800‘000 schwangeren und stillenden Frauen, die Nahrungsmittelhilfe brauchen.» Zwar sei die Nothilfe angelaufen, aber es gebe noch viel zu tun. Laut Amos fehlen den Leuten vor allem Nahrung, Trinkwasser und Unterkünfte.

Am Freitag verdoppelte die Weltbank ihren Beitrag an die Katastrophenhilfe auf fast eine Milliarde Dollar. Das Geld solle vor allem für Hilfsgüter und zum Wiederaufbau von Wasserleitungen, Strassen, Schulen und Krankenhäusern genutzt werden.

Bisher haben den Philippinen unter anderen die Asiatische Entwicklungsbank 532 Millionen Dollar und zahlreiche Regierungen sowie Organisationen Hilfen im Umfang von rund 344 Millionen Dollar zugesagt.

Glückskette sammelt

Spenden für die Opfer des Taifun «Haiyan» sind jederzeit möglich auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Taifun Haiyan» oder online.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Die Hühnerfarm von Arturo Despi wurde bereits zum dritten Mal vernichet. Nach dem jüngsten Wirbelsturm bietet sich ein Bild der Zerstörung.

    Den Philippinen geht die Arbeit aus

    Aus Rendez-vous vom 22.11.2013

    Die Insel Bantayan mit ihren zahlreichen Hühnerfarmen gilt als «Eierkorb der Philippinen». Aber auch die Fischerei ist dort wichtig. Nach dem schweren Taifun Haiyan müssen beide Berufsstände wieder eine neue Existenz aufzubauen, die Ausgangslage ist allerdings unterschiedlich. Eine Reportage.

    Tobias Fässler

  • Ein Luftbild von der Zerstörung in einer Stadt in der Nähe Guiuan, in Zentral-Philippinen am 20. November 2013. Die Philippinen stehen vor einer enormen Aufgabe des Wiederaufbaus.

    Wie weiter auf den Philippinen nach dem Taifun?

    Aus Rendez-vous vom 22.11.2013

    Wirtschaftsredaktor Tobias Fässler ist mit vielen Eindrücken zurück aus dem Katastrophengebiet. Die Internationale Hilfe lief sehr schnell an. Wie sind all die Probleme mittelfristig zu lösen. Und was ist ihm speziell geblieben? Ein Gespräch.

    Simon Leu

  • Schwierige Bergungsarbeiten im philippinischen Katastrophengebiet

    Aus Tagesschau vom 21.11.2013

    Fast zwei Wochen nachdem der Taifun Haiyan auf den Philippinen gewütet hat, müssen die Rettungs-Helfer nun vor allem sterbliche Überreste bergen.

  • Taifun «Haiyan»: Chronologie der Ereignisse

    Aus Tagesschau vom 18.11.2013

    Der Taifun «Haiyan» ist am Donnerstag, den 7. November, auf den Philippinen auf Land getroffen und hat eine Spur der Verwüstung angerichtet – eine Chronologie der Ereignisse.