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Nach Einigung im Namensstreit Gewaltsame Proteste in Skopje

Legende: Video Mit Tränengas gegen Demonstranten (unkomment.) abspielen. Laufzeit 0:51 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.06.2018.
  • Bei gewaltsamen Demonstrationen in der mazedonischen Hauptstadt Skopje sind mehrere Menschen verletzt worden.
  • Die Polizei setzte Tränengas und Blendgranaten ein, um die Proteste vor dem Parlamentsgebäude aufzulösen.
  • Mindestens sieben Polizisten und drei Demonstranten mussten gemäss Medienberichten im Krankenhaus behandelt werden. Mindestens elf seien festgenommen worden.
  • Hintergrund der Proteste war die am Sonntag getroffene Vereinbarung zur Änderung des Landesnamens.
Demonstranten mit Fahnen und Fackeln
Legende: Hunderte demonstrierten vor dem Parlamentsgebäude in Skopje. Keystone

Gemäss der mit Athen getroffenen Vereinbarung soll sich die ehemalige jugoslawische Teilrepublik künftig Nord-Mazedonien nennen. Als Gegenleistung will die griechische Regierung den Weg des Landes zur Nato und in die EU nicht länger blockieren. Das Abkommen war am Sonntag von den Regierungschefs der beiden Länder in der Grenzregion des Prespa-Sees unterzeichnet worden.

Hunderte griechische und mazedonische Nationalisten protestierten am Sonntag auf beiden Seiten der Grenze gegen den getroffenen Kompromiss, während das Abkommen unterzeichnet wurde. Am Vorabend hatte die Polizei vor dem Athener Parlament Pfefferspray eingesetzt, um einige Dutzend Demonstranten daran zu hindern, ins Parlamentsgebäude zu gelangen.

Mazedonien: Um diese Gebiete geht es

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Der Name Mazedonien für das heutige Land wurde erst während Titos Regime in Jugoslawien wirklich populär und von Ihm entscheidend gefördert. Hauptsächlich um auf die griechische Region Makedonien Anspruch zu erheben. Von dem heutigen Land Mazedonien gehörte übrigens nur ein Bruchteil zum historischen Mazedonien, also ist die Wahrscheinlichkeit das man von Alexanders Makedonen abstammt ziemlich gering. Im griechischen Makedonien wohnen zwar auch Slawen die sich heute zu den Mazedonier rechnen.
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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Da ich mit slawischen Mazedoniern zur Schule ging, begann ich mich früh für dieses heisse Thema zu interessieren. Vor Ende 19. Jahrhundert wurde auf slawischer Seite der Name Mazedonien nie verwendet, dies lässt sich nachprüfen. Während des Wiederstandes gegen das Osmanische Regime brauchte Bulgaren man den Namen Mazedonien zum ersten Mal auf slawischer Seite. Bis 1944 wurden die Dialekte im heutigen Mazedonischen dem Bulgarischen zugeschrieben. Von slawischen Mazedoniern also keine Spur.
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      Ihre Vorfahren wanderten aber erst gegen Ende des Römischen Reiches ein. Während die Griechen und die griechisch geprägten Makedonier, die in den Griechen aufgingen, schon seit alters her dort lebten. Al dies kann man mit ein wenig Aufwand selber nachprüfen.
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  • Kommentar von Robert Tomaso (R.Tomaso)
    Falls das Deal zu Stande kommt sollte man sich fragen ob der Staat Großherzogtum Luxemburg sich in Ost Luxemburg umbenennen soll. Sonst hätte Belgien ein Problem mit der eigenen Provinz (Provinz Luxembourg in Belgien ist flächenmäßig ja grösser als Luxembourg als Land)
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Tomaso: Ihr Beispiel mit Luxemburg finde ich sehr interessant. Die beiden Luxemburg waren aber ursprünglich ein Land. Der westliche mehrheitlich französischsprachige Teil fiel aber später an Belgien.
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