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Proteste gegen G20 Nach Ende des G20-Gipfels: weitere Festnahmen

Legende: Video Das Aufräumen hat begonnen abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.07.2017.
  • Am Samstagabend haben sich nach dem G20-Gipfel wieder mehrere hundert Menschen im Hamburger Schanzenquartier versammelt.
  • Die Polizei sprach von rund 600 Personen, die sich auf dem Neuen Pferdemarkt und in der Strasse Schulterblatt aufhielten. Dort kam es am Vorabend bereits zu Krawallen.
  • In der Nacht zum Sonntag ist es denn auch erneut zu Ausschreitungen gekommen.
  • Randalierer warfen Flaschen, Steine, Böller und führten erneut Plünderungen durch. Polizeibeamte wurden verletzt. Die Polizei meldete mehrere Festnahmen.
  • Die Polizei setzte gegen mehrere hundert teils vermummte G20-Demonstranten Wasserwerfer, Pfefferspray und Tränengas ein – um Sitzblockaden im Schanzenviertel aufzulösen.

Die Polizei erklärte am frühen Sonntagmorgen, seit Beginn der Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg seien 144 Personen festgenommen und weitere 144 in Gewahrsam genommen worden.

Gewalt gegen Anwohner

Wenn die Polizisten anrückten, zerstreuten sich die Gruppen derweil oft und versteckten sich in Nebenstrassen. Sobald die Polizei sich aus einer Strasse zurückzog, bauten sie neue Barrikaden auf und zündeten wieder Mülleimer an. Mehrere Vermummte warfen Flaschen auf Häuser, aus denen ihnen «Haut ab» entgegengerufen wurde.

In mehreren Stadtteilen wurden der Polizei zufolge Autos in Brand gesetzt. Der S-Bahn-Verkehr in der Innenstadt war erneut zeitweilig gestört, dann wurden alle Sperrungen aufgehoben. Zum Morgen beruhigte sich die Lage deutlich.

Sonderzug in Richtung Basel

Am Hamburger Hauptbahnhof fuhr mittlerweile ein Sonderzug los, der G20-Gegner in Richtung Basel bringen sollte. Die Abfahrt verzögerte sich um gut eine Stunde, weil die Polizei die Personalien von Mitfahrenden aufnehmen und Videos von ihnen machen wollte.

Mit der Massnahme sollte nach mutmasslichen Straftätern gesucht werden. Letztlich kontrollierten die Beamten nur oberflächlich. Festnahmen gab es nicht.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Handshake, Konzert - und danke für nichts. Immerhin, Afrika stand auf der Tagesordnung, aber ohne Ergebnisse. Klassische Entwicklungshilfe, so Merkel, brächten Afrika "nicht nach vorn". Für die Ärmsten der Armen im südlichen Afrika sind diese Angebote nicht gemacht. Der Klimawandel trifft "als Erstes und am stärksten" die Menschen in den ärmsten Ländern. Die G20 hat es verpasst, "mehr fragile Staaten wie Afrika einzubeziehen". Wirtschaftliche Interesse des Westens waren wichtiger. Shame!
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Viel Aufwand, wenig Ertrag! G20-Gipfel ohne wirkliche Erfolge. Merkel zeigte sich zufrieden. Wir haben in einigen Bereichen durchaus gute Ergebnisse erzielt. Wie gut, das wird sich weisen. Klimaabkommen: Merkel etwas scheinheilig, wird doch in D heute noch viel Braunkohle, grösste Dreckscheuder abgebaut. 19 Staaten halten am Klimaabkommen von Paris fest, sehen es als "unumkehrbar" an, wollen es "zügig" umsetzen - nur einer, die USA, tut das eben nicht.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Die zurückliegenden Tage in Hamburg beim G20 standen unter kreativem und friedlichem Protest. Leider haben die Gewaltexesse von durchgeknallten Randalierer den Gipfel in Misskredit gebracht. Hamburg war über Tage im Ausnahmezustand - für ein völliges nichtssagendes Abschlussdokumet, das "Weiter so" dokumentiert. So löst man die Probleme dieser Welt definitiv nicht! Die afrikanischen Länder wurden nur am Rande erwähnt, was unwürdig ist. Merkel muss sich auf die wirklichen Probleme konzentrieren.
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