Nach Gewaltaufruf der Taliban: Afghanischer Gouverneur getötet

In Afghanistan ist ein Gouverneur bei einem Anschlag in einer Moschee getötet worden. Arsala Dschamal hielt zum Zeitpunkt der Explosion eine Rede anlässlich des moslemischen Opferfestes.

Anschlagsort.

Bildlegende: Der Anschlag geschah in einer Moschee. Keystone

Der Gouverneuer der ostafghanischen Provinz Logar ist bei einem Anschlag in einer Moschee getötet worden. 15 Menschen, darunter auch Geistliche, wurden verletzt. Nach Angaben der Behörden war die Bombe in einem Mikrofon versteckt. Die Polizei sprach von einem Selbstmordanschlag.

Undatierte Aufnahme von Omar.

Bildlegende: Omar wird seit Jahren gesucht. Keystone

Wer gegen Gewalt ist, lebt gefährlich

Der flüchtige Taliban-Anführer Mullah Omar hatte vor dem Opferfest seine Kämpfer zu vermehrter Gewalt aufgerufen.

«Mein Rat an alle Mudschaheddin ist, gegen den Feind massiver als zuvor zu kämpfen.» Zudem warnte er davor, das Abkommen mit den USA zu unterzeichnen, das die Präsenz von Truppen nach 2014 regeln soll.

Aufständische haben in letzter Zeit häufiger Anschläge auf Regierungspolitiker verübt und vor dem Abzug der Nato für Unsicherheit gesorgt.

Vor einem Monat wurde bei einem Attentat ein Bezirksgouverneur in Kundus getötet. Mitte September wurde der Chef der Wahlbehörde in Kundus erschossen – einen Tag nachdem er erklärt hatte, die Gewalt gefährde die Rechtmässigkeit der Wahl.