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Nach Hurrikan «Maria» Trump hält Puerto Rico hohe Schulden vor

Legende: Audio Blockierte Hilfsgüter für Puerto Rico abspielen. Laufzeit 03:43 Minuten.
03:43 min, aus Echo der Zeit vom 29.09.2017.
  • Wenige Tage nach dem Durchzug von Hurrikan «Maria» hat US-Präsident Donald Trump Puerto Rico zum Kampf gegen die hohe Verschuldung des US-Territoriums aufgefordert.
  • Der Wiederaufbau werde historische Ausmasse haben, sagte Trump auf einer Wirtschaftskonferenz.
  • Puerto Rico werde mit der US-Regierung überlegen müssen, wie die enormen Aufräumarbeiten finanziert und die jetzt schon auf der Insel existierenden hohen Schulden verringert werden könnten.

Der US-Präsident, der für nächsten Dienstag einen Besuch in Puerto Rico plant, wählte drastische Worte für die Situation auf der Insel. «Alles wurde ausgelöscht», sagte Trump.

Die Häuser seien zerstört, ebenso ganze Fabrikanlagen, das Stromnetz sei zusammengebrochen und die Abwasserleitungen kaputt. «Wir müssen dort komplett von Null anfangen», sagte der Präsident in Washington. Er war anfangs kritisiert worden, nicht schnell genug auf die Katastrophensituation zu reagieren.

15 Schiffe sollen Hilfsgüter liefern

Nun verstärken die USA ihre Hilfe für Puerto Rico. 15 Schiffe sollten unter anderem Wasser, Lebensmittel und Medikamente in das östlich der Dominikanischen Republik gelegene US-Aussengebiet bringen.

Wie die US-Armee mitteilte, hilft die Katastrophenfallbehörde (Fema) zudem bei der Wiederinstandsetzung von Spitälern. Von 69 Spitälern auf der Karibikinsel arbeite eines wieder in vollem Umfang und 55 teilweise. Noch immer ist der Stromausfall auf der 3,4-Millionen-Einwohner-Insel eine der grössten Herausforderungen.

Kritik an Ministerin

Äusserungen aus Trumps Regierungsteam über Fortschritte bei den Aufräumarbeiten in Puerto Rico stiessen inzwischen auf Unverständnis. Die Stadtpräsidentin von Puerto Ricos Hauptstadt San Juan, Carmen Yulin Cruz, kritisierte die Darstellung der US-Ministerin für innere Sicherheit, Elaine Duke.

Duke hatte die von ihr mitorganisierten Einsätze als effektiv gelobt und von «guten Nachrichten» gesprochen. Cruz hielt dem auf dem Nachrichtensender CNN entgegen, es sei keine gute Nachricht, dass Menschen ums Leben kämen.
Es handle sich um eine Frage von Leben und Tod. Die Lage verschärfe sich noch, weil die Menschen keine Lebensmittel und kein Wasser bekämen. Die meisten Einwohner seien auch zehn Tage nach dem Hurrikan ohne Strom.

«Maria», der schwerste Wirbelsturm in Puerto Rico seit 90 Jahren, kostete mindestens 16 Menschen das Leben.

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