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Nach Kritik vor der UNO Schweiz soll zwischen USA und Iran vermitteln

  • Die iranische Regierung hat den Schweizer Botschafter in Teheran einbestellt.
  • Teheran fordert ihn auf, Washington den Protest Teherans gegen Iran-kritische Äusserungen der US-Botschafterin bei der UNO zu überbringen.
  • Bern vertritt seit dem Jahr 1980 die diplomatischen und konsularischen Interessen der USA in Iran.

Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hatte am Donnerstag vergangener Woche in Washington angebliche Beweise vorgelegt, die belegen sollen, dass im Iran gebaute Waffensysteme oder Bauteile für Waffen aus dem Iran an Huthi-Rebellen im Jemen geliefert wurden.

Hinter ihrem Rednerpult war eine Metallröhre aufgebaut, bei der es sich um die Überreste einer Rakete handeln soll, die Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien geschossen haben. Hinweise iranischer Waffenlieferungen gebe es auch aus dem Libanon, Syrien und dem Irak, hatte Haley gesagt.

Nikki Haley
Legende: Die Bauart der Rakete weise eindeutig darauf hin, dass es sich um iranische Technik handle, meinen die USA. Keystone

Iran dementiert

Teheran nannte diese Äusserungen «unverantwortlich». Der iranische UNO-Botschafter wies die Vorwürfe zurück. «Der Iran hat Jemen nie Raketen zur Verfügung gestellt und diese Unterstellungen sind absolut grundlos».

Der Protest des Iran sei dem Schweizer Botschafter übermittelt worden, sagte der Sprecher des Aussenministeriums gemäss der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Danke an SRF für die Anpassung des Titels. Die liebe Nikki Haley sollte lieber die diversen Bombenreste der USA zeigen, die weltweit eingesetzt wurden, um nicht US-konforme Menschen und Völker zu terrorisieren. Da müsste sie eine sehr grosse Halle benutzen. So was von verlogen in ihrer Selbstherrlichkeit ist momentan nur die USA. Mir wird übel, wenn ich solche verlogenen Aktionen sehe.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Wie verlogen und lächerlich - auch wenn die Aussage stimmen sollte. 2016, unter Nobelpreisträger Obama, warfen die USA 26'176 Bomben ab, davon 35 im Yemen, 14 in Somalia, 496 in Libyen, 3 in Pakistan, 1337 in Afghanistan, 12192 in Syrien und 12095 im Irak. Die USA und ihre Verbündeten warfen2016 insgesamt 30743 Bomben ab (siehe "Map shows where President Barack Obama dropped his 20,000 bombs").
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  • Kommentar von Willy Boller (Willy Boller)
    Geschätzte SRF-Redaktion. Meines Erachtens ist der Titel vollkommen irreführend. Der Iran verlangt von der SCHWEIZ rein gar nichts. Er verlangt lediglich, dass der Schweizer Botschafter den iranischen Protest weiterleitet. Und da die CH-Botschaft seit 1980 die Interessen der USA im Iran vertritt, ist das eine reine diplomatische Aufgabe, die unser Botschafter zu erledigen hat. Die Schweiz als solches, ist davon überhaupt nicht betroffen!
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    1. Antwort von SRF News
      Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Titel angepasst. Beste Grüsse, Ihr SRF News Team
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