Nach langen Jahren des Bangens: Erfolg für US-Raketenabwehr

Das Raketenabwehrsystem GMD der US-Armee hatte sechs Jahre im Test versagt – jetzt scheinen die USA für einen Angriff gewappnet zu sein.

Ein Raketenabwehr-Geschoss.

Bildlegende: Das System des Herstellers Boeing ist seit Jahren mit Problemen behaftet. Keystone

Die USA haben einen Test ihres Raketenabwehrsystems GMD erfolgreich absolviert. Das bodengestützte Abwehrsystem habe eine simulierte Mittelstreckenrakete über dem Pazifik erfolgreich abgefangen, erklärte das US-Verteidigungsministerium.

Fünf von acht Tests des Systems waren seit dem Start des Programms unter der Regierung von Ex-Präsident George W. Bush im Jahr 2004 fehlgeschlagen.

«Sehr wichtiger Schritt»

Die vom US-Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien abgefeuerte Abwehrrakete vom Typ EKV CE-II traf wie geplant ein von den Marshall-Inseln aus gestartetes Test-Geschoss. Es handle sich um einen «sehr wichtigen Schritt», sagte Raketenabwehr-Chef James Syring. Hätte GMD erneut versagt, hätte das Pentagon laut Syring die Pläne überdenken müssen, weitere 14 Raketen-Abfangjäger zu installieren.

Die meisten US-Raketenabwehrsysteme sind derzeit in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Alaska stationiert.