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International Nach Pannen-Serie: Chefin des Secret Service tritt zurück

Zuerst dringt ein Bewaffneter ins Weisse Haus ein. Dann fährt ein Unbekannter mit US-Präsident Obama im Lift. Er war ebenfalls bewaffnet. Nach diesen beiden neuen Skandalen wurde der Druck für Secret-Service-Chefin Julia Pierson offenbar zu gross.

Legende: Video Chefin von Obamas Leibwache tritt zurück abspielen. Laufzeit 2:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.10.2014.

Die Chefin der Leibwache von US-Präsident Barack Obama ist nach einer Pannenserie zurückgetreten. Julia Pierson habe den Rücktritt angeboten und das Ministerium für Heimatschutz den Schritt akzeptiert, teilte die Behörde mit.

Zuvor sprach US-Regierungssprecher Josh Earnest von Reformbedarf im Secret Service. Dies, nachdem innerhalb von zwei Wochen zwei Sicherheitspannen bei der Bewachung von US-Präsident Barack Obama ans Licht kamen. Der United States Secret Service (USSS), Link öffnet in einem neuen Fenster mit rund 3400 Agenten prüfe derzeit, welche Änderungen gemacht werden müssten.

Direktorin des Secret Service von Kongress vorgeladen

Doch Earnest nahm die Agenten auch in Schutz: «Dies sind Profis, die einen sehr schwierigen Job haben». Die Agenten hätten eine besondere Aufgabe und würden ihr Leben jeden Tag zum Schutz anderer riskieren. Auch Obama hatte die Agenten zuletzt verteidigt und ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt.

Legende: Video Sicherheitsmängel im Weissen Haus abspielen. Laufzeit 1:01 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.09.2014.

Julia Pierson hatte sich am Dienstag im Kongress bereits für den Zwischenfall entschuldigt, bei der ein Irak-Veteran über den Zaun des Weissen Hauses gesprungen und weit ins Haupthaus vorgedrungen war.

Verurteilter Straftäter

Am Mittwoch erhöhte die Veröffentlichung einer weiteren Panne bei der Präsidenten-Leibgarde den Druck auf Pierson.

Laut einem Bericht der «Washington Post» hatte der Secret Service während Obamas Besuch bei der Seuchen-Kontrollbehörde CDC einen bewaffneten Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in Obamas Nähe gelassen. Die beiden waren bei einem Besuch des CDC in Atlanta, Georgia, vor rund zwei Wochen gemeinsam Lift gefahren, schreibt das Blatt. Der Mann fiel erst auf, als er mit seinem Smartphone «ziemlich unprofessionell» zahlreiche Fotos von Obama machte.

Mann wurde «auf der Stelle gefeuert»

Als sich der Secret Service umgehend beim direkten Vorgesetzten des Mannes beschwerte, erlebten die Agenten die nächste böse Überraschung. Zwar wurde der Mann von seinem Chef «auf der Stelle gefeuert», wie das Blatt berichtete. Als er dem Vorgesetzten seine Dienstwaffe ausgehändigt habe, seien die Leibwächter Obamas «überrascht» gewesen, da sie diese überhaupt nicht bemerkt hätten.

Barack Obama und Mitarbeiter des Secret Service.
Legende: Gut genug geschützt? Obama mit Agenten des Secret Service vor dem Einsteigen zu einem Flug mit der Präsidentenmaschine. Reuters

Laut der «Washington Post» wurde der Mann bereits dreimal wegen tätlicher Angriffe und Körperverletzung verurteilt. Nach den Sicherheitsprotokollen des Secret Service dürfen sich keine Bewaffneten ausser den Leibwächtern in unmittelbarer Nähe des US-Präsidenten aufhalten. Der Vorfall ereignete sich Mitte September.

Am Wochenende wurde schliesslich noch ein Vorfall aus dem Jahr 2011 bekannt, als ein Mann mehrere Schüsse auf das Weisse Haus abgab. Er wurde erst später durch Zufall gefasst.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Treichler, Honolulu
    With all due respect, Herr Kaeppeli, Ihr Bild von den USA scheint ziemlich verzerrt zu sein. Wir haben in den USA 100% Meinungs - und Pressefreiheit. Die Justiz ist vollkommen unabhaengig, dies im Unterschied zu Russland, ein totalitaeres Land wo man Angst hat am Telefon seine Meinung zu aeussern. Ich weiss dies aus erster Hand als Berater einer Russischen Anwaltsfirma in St. Petersburg.
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  • Kommentar von Thomas Treichler, Honolulu
    Herr Kaeppeli, was Sie da erzaehlen trifft 100% auf Russland zu. Dies den USA zu unterstellen ist reine Linkspropaganda.
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    1. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Herr Thomas Treichler, Honolulu. Deshalb lebe ich auch in einem Drittland wie Guatemala und nicht in Russland. Da kann ich noch kritisieren und "rumstänkern", ohne das mich der eine oder andere als Salatblatt in diesem geopolitischen "Sandwich" nach Guantanamo Kuba oder in den Gulag von Sibirien steckt. Ist ironisch gemeint ;-)
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Armes Land. Mit der halben Welt und sich selber im Dauerkrieg und keine(r) traut dem anderen noch über den Weg und spionieren sich alle gegenseitig aus. Nennt sich das noch eine intakte gesunde soziale Gemeinschaft?
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