Zum Inhalt springen
Inhalt

Fake News Nach Trumps Falschaussage wird sie Schwedens Twitter-Heldin

Legende: Audio Emma Johansson stellte sich geduldig Fragen nach den «Fake News» abspielen. Laufzeit 04:51 Minuten.
04:51 min, aus SRF 4 News aktuell vom 20.02.2017.

«Schaut Euch an, was gestern Abend in Schweden passiert ist», rief Donald Trump am Samstag seinen Anhängern zu – und meinte einen Terroranschlag. Den hat es aber nicht gegeben.

Auf Twitter erntete er für diese Aussage sofort Spott und Häme, Link öffnet in einem neuen Fenster. Viele Besorgte wendeten sich auch an @Sweden – das offizielle Twitter-Konto von Schweden.

Jede Woche darf eine andere Schwedin oder ein anderer Schwede das Twitterkonto mit 110'000 Followern betreuen. In besagter Nacht war es Schulbibliothekarin Emma Johansson.

Sie hatte eben noch über den Eurovision Song Contest getwittert, als sie sich plötzlich einem Twitter-Sturm ausgesetzt sah.

Bis kurz vor 4 Uhr morgens stellte sie sich den Fragen der User und erklärte, dass es keinen Anschlag in Schweden gegeben habe. Sie habe viele positive Rückmeldungen gekriegt – auch von Amerikanern, die sich für ihren Präsidenten entschuldigt hätten, sagte sie.

Innert weniger Stunden wurde sie 800 Mal angetwittert. Es tue ihr leid, dass sie nicht jedem einzelnen antworten konnte, sagt Emma Johannson auf Twitter.

Emma Johannson hat ihre Twitterwoche bei @sweden jetzt hinter sich. Ein junger Mann namens Max Karlsson hat bereits übernommen. Für eine Woche. Auch er glänzt mit Allgemein- und Staatskundewissen. Und auch er wird sich wohl eine Zeit lang mit Donald Trump beschäftigen müssen.

Twittern im Namen von Schweden

@sweden ist 2011 vom schwedischen Tourismusbüro und vom Schwedischen Institut ins Leben gerufen worden. Sie nennen es den «demokratischsten Twitter-Account der Welt». Ziel der Aktion ist es, mehr Touristen nach Schweden zu locken. Wer mitmachen will, muss erstens schwedischer Staatsbürger sein und zweitens vorgeschlagen werden. So unterschiedlich die ausgewählten Personen, so unterschiedlich ihre Tweets.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

14 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Bevor weiter über Trumps fake-news gelacht wird, empfehle ich zu recherchieren, was in Schweden in den vergangenen 4! Nächten abgegangen ist. Migrantenbanden haben eine Schule, einen Kindergarten und Autos angezündet und Randale gemacht... Die Recherchen dauern manchmal etwas länger - die Witze sind leider schon gemacht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stefano Scherrer (SteScher)
    Die "Twitter-Helden" erinnern mich sehr stark an die "Helden der Arbeit" in der Sowjetunion: Die Medien picken einfache Bürger - oft, wenn auch nicht in diesem Fall, Kinder - heraus und stilisieren sie zu Helden hoch, um so beim den "normalen" Menschen Sympathie für ihre Ideale zu wecken. Was die gute Frau geschrieben hat, mag zwar nicht "Fake News" sein, ist aber bei allem Respekt - offizieller Twitter-Account hin oder her - schlicht und einfach nicht relevant.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Die damaligen Helden der Arbeit sind mit Auszeichnungen von langjährigen und besonders verdienten Mitarbeiter bei Firmenanlässen vergleichbar. Das hat nichts mit Twitter zu tun.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Lars Benvenido (Swisslars)
      Stimmt. Ich bin Halbschwede und kenne die grosssen Probleme dort. Mein Kommentar wurde hier nicht veröffentlicht. Es waren keine Fake news von Trump. Nur halt mit dem "Stolperstein" von last night. Aber die Twitter Heldin bekam ihre Plattform. Heutige Medienlandschaft gute Nacht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Momentan dürfte es bei einem Europabesuch von Trump regional schwierig werden, genügend "Personal" für Beifallskundgebungen zu rekrutieren. In England ist ein Teil verschnupft, Schwedens Begeisterung dürfte sich nun in Grenzen halten. Frankreich ist traditionell eher skeptisch gegenüber der US-Macht. In Osteuropa ist die Anhängerschaft grösser, da man sich dort von Amerika Aufschwung erhofft. Auf trump'sche Ergüsse sollte man mit Humor und Satire reagieren, wenn man es sich erlauben kann.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen