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International Nacht erschwert Suche nach verschollenem Passagierflugzeug

Die vermisste Maschine der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord dürfte abgestürzt sein. Rettungskräfte aus drei Ländern suchen nach Trümmern und haben Ölspuren im Meer gesichtet. Regierungsvertreter aus Vietnam und Malaysia wollen einen Absturz noch nicht bestätigen.

Legende: Video Suche nach vermisster Boeing läuft weiter abspielen. Laufzeit 1:41 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.03.2014.

Flug MH370 der Malaysia Airlines ist mit 239 Menschen an Bord über dem Südchinesischen Meer verschollen. Den Absturz der seit Stunden vermissten Boeing 777-200 bestätigten die Behörden bisher allerdings nicht. Es wurden auch noch keine Trümmer gefunden. Der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein sagte in Kuala Lumpur, er könne Berichte über einen Absturz des Flugzeugs nicht bestätigen.

Ölspur im Meer entdeckt

Am Abend teilten die vietnamesischen Behörden mit, im Meer vor der Küste sei eine kilometerlange Ölspur entdeckt worden. Kurz darauf musste aber laut dem stellvertretenden Verkehrsminister die Suche mit Flugzeugen wegen der Dunkelheit abgebrochen werden.

Die vermutete Unglücksstelle befindet sich zwischen der Ostküste Malaysias und der Südspitze Vietnams, zwischen dem Golf von Thailand und dem Südchinesischen Meer.

Die Suche nach der vermutlich abgestürzten Boeing war am Morgen grossflächig angelaufen. Flugzeuge und Schiffe aus China, Vietnam, Malaysia, Singapur und den Philippinen beteiligen sich an der Hilfsaktion.

Gutes Wetter und kein Notsignal

Boeing hatte 2012 einen Unfall

Abgerissenes Ende der Tragfläche.
Legende:keystone

Die Unglücksmaschine der Malaysia Airlines kollidierte 2012 mit einem Airbus A340 der China Eastern Airline auf dem Pudong International Airport in Schanghai. Der Unfall ereignete sich am Boden. Dabei wurde die Spitze der rechten Tragfläche der Boeing 777-200 abgerissen.

Der Funkkontakt zur Boeing 777-200 war zwei Stunden nach dem Start in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur abgebrochen, wie die Fluggesellschaft Malaysia Airlines mitteilte. Die Maschine befand sich nach Angaben der vietnamesischen Behörden zu dem Zeitpunkt über dem Meer, kurz vor dem Luftraum über Vietnam. Sie war um 0.41 Uhr Ortszeit (17.41 MEZ) gestartet mit Ziel Peking.

Es herrschte kein schlechtes Wetter, und die Piloten setzten auch keinen Notruf ab. Die Ursache für das Verschwinden der Maschine vom Radar ist noch immer unklar. An Bord befinden sich 227 Fluggäste und 12 Besatzungsmitglieder. Laut dem Chef der Malaysia Airlines war der Pilot mit mehr als 30 Dienstjahren sehr erfahren.

Keine Schweizer an Bord

An Bord der Maschine befanden sich nach bisherigen Angaben keine Schweizer Staatsbürger. Laut der Fluggesellschaft stammen die Passagiere aus 14 Ländern, allein 153 aus China. Aus Europa sollen drei Franzosen, ein Österreicher, ein Niederländer und ein Italiener mitgeflogen sein.

Am Flughafen Peking spielten sich dramatische Szenen ab. Verzweifelte Angehörigen wurden in ein Hotel gebracht und psychologisch betreut. «Ich hatte mehrere Freunde in dem Flugzeug», sagte ein Mann der Nachrichtenagentur DPA.

Malaysia gilt als sicher

Malaysia Airlines ist die nationale Fluggesellschaft. Sie gilt als zuverlässige Airline. Seit 1970 gab es nur zwei Abstürze mit Toten. Die Gesellschaft fliegt mit Boeing- und Airbus-Maschinen nach eigenen Angaben täglich 37'000 Passagiere zu 80 Zielen im In- und Ausland.

Tweets zum vermissten Flug MH370

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Rösli, Zürich
    Traurig. Ich frage mich einfach: Warum bekommt man kein Zeichen von der Black-Box? Es heisst doch immer, die wäre unzerstörbar und würde sofort Signale aussenden. Oder würde die z.B. bei einer Explosion des Flugzeuges zerstört?
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    1. Antwort von Sascha Freitag, Thurgau
      Das südchinesische Meer ist, wenn es auch ein flaches Meer ist, mit tiefster Stelle von 5015 Meter unter der Wasseroberfläche deklariert. die ULB kann bis in Tiefen von 4250 Meter geortet werden. Bei einer Reisegeschwindigkeit von 905 km/h der Boing 777-200, kann die Maschine je nach Dauer der Probleme auch weit vom Kurs abgekommen sein. Könnte eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen werden, wenn sie nicht bei der Stelle mit der Ölspur liegt.
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    2. Antwort von Urs Rösli, Zürich
      Danke für Ihre interessante Information, Herr Freitag. Als Laie sieht man vieles zu einfach.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Erinnert an Air France (Airbus A330) 2009 über dem Atlantik. Auch damals während Stunden Rätselraten über den Verbleib. Spekulieren lasse ich andere. In jedem Fall meine tiefe Anteilnahme an die Angehörigen, wenn die schlimmste Befürchtung offiziell wird und ich leider annehmen muss. Nebensache: Nehmt bitte das falsche Bild einer Boeing 737 aus der Fotoserie.
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    1. Antwort von Redaktion SRF News Online
      Vielen Dank für den Hinweis. Wir waren uns dessen bewusst, das Bild stand symbolisch für die Malaysia Airlines. Damit es zu keiner Verwirrung kommt, haben wir das Bild aus der Galerie entfernt.
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