Zum Inhalt springen

International Nahost-Gespräche: Netanjahu will Zwei-Staaten-Lösung

Israel möchte mit Palästina auf Augenhöhe verhandeln. Doch bei der Sicherheit des Landes will man keine Abstriche machen.

Israel wird den Palästinensern bei den kommenden Gesprächen ein ehrlicher Verhandlungspartner sein, das sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Zugleich forderte der Regierungschef die Palästinenser auf, Konzessionen zu machen, um die Sicherheit Israels zu wahren. Details nannte er nicht.

Ziel der Verhandlungen sei eine Zwei-Staaten-Lösung, bei der ein in Frieden mit Israel lebender Palästinenserstaat geschaffen werden solle. Er wolle weder einen binationalen Staat Israel mit allen Palästinensern noch einen terroristischen, vom Iran unterstützten Palästinenserstaat, so Netanjahu.

Iran spricht von «politischer Inszenierung»

US-Aussenminister John Kerry hatte am Freitag nach monatelangen Bemühungen angekündigt, beide Seiten würden die Gespräche wieder aufnehmen. Netanjahu betonte, die Gespräche würden zunächst sehr diskret geführt.

Der Iran bezeichnete die neuen Friedensgespräche offiziell als eine «politische Inszenierung». Das Ganze sei nur der Versuch, Israel Zeit zum Luftholen zu ermöglichen.

Legende: Video Netanjahu zu den Friedensgesprächen abspielen. Laufzeit 0:18 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.07.2013.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Holti, Oberwil bei Zug
    Historische Tatsachen belegen, dass 1. In zahlreichen Fällen forderte die jüdische Regierung die Araber auf, in Palästina zu bleiben und Bürger des neuen Staates Israel zu werden (Leibler 1972) 2. "Die arabischen Staaten forderten die palästinensischen Araber auf, ihre Häuser vorübergehend zu verlassen, um den arabischen Invasionsarmeen Platz zu machen", war am 19. Februar 1949 in der jordanischen Zeitschrift Filastin zu lesen und 3. Wer begann jeweils in den ca. 8 Arabisch-Israelische Kriegen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ai.Chai, Herisau
      bin ich dankbar, dass noch andere SchweizerInnen die Geschichte lesen und nicht den Medien alles nachplappern. Danke Ihnen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Die Israelis machen das sehr geschickt. Sie überbauen, verbotenerweise, in zwei provozierten Kriegen erobertes Land, bis kein zusammenhängender, grösserer Landstrich für ein Palästina mehr übrigbleibt. Erst dann werden sie ernsthaft verhandeln wollen. Ob für die Israelis das dann nicht zu spät ist, wird sich zeigen. Das Pulverfass im Nahen Osten bleibt also weiterhin bestehen. Da kann US-Mann Kerry, wie seine Vorgänger/innen, noch manche, nutzlose Reise in diese Krisenregion machen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ai.Chai, Herisau
    Sorry, 1947 sprach man nicht von einem Palästina, sondern die Aufteilung in einen jüdischen und in einen arabischen Staat. Israel nahm an und wer nicht?...die Palästinenser, äh ich meine natürlich die Araber....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      Natürlich nahmen die Araber nicht an. Warum sollten sie freiwillig einwilligen, dass ihnen Grund und Boden weggenommen wird? Das gesamte Gebiet, auf dem heute Israel steht, war seit Jahrhunderten arabisches Land. Der Teilungsplan war das größte Unrecht in der Geschichte der UNO. Die berechtigten Interessen der Araber wurden schlicht ignoriert. Die Folgen kennen wir alle.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen