Zum Inhalt springen

International Nato-Parlamentarier sehen «potenzielle Bedrohung» durch Russland

Die parlamentarische Versammlung der Nato hat die Mitgliedsstaaten des Verteidigungsbündnisses aufgerufen, für die «potentielle Bedrohung» durch eine Aggression Russlands gewappnet zu sein. Dies geht aus einer einstimmig verabschiedeten Erklärung am Treffen in Tirana hervor.

Rund 250 Abgeordnete aus den nationalen Parlamenten der 28 Nato-Mitgliedsstaaten haben am Treffen in der albanischen Hauptstadt Tirana einstimmig eine Erklärung verabschiedet.

Diese prangert «Russlands Gewaltanwendung gegen seine Nachbarn und versuchte Einschüchterung der (Nato-)Verbündeten» an.

Vorsitzender Michael R. Turner: «Die Herausforderung durch Russland ist real und ernst.»
Legende: Vorsitzender Michael R. Turner: «Die Herausforderung durch Russland ist real und ernst.» Keystone

Angesichts dessen habe die Nato «keine Wahl» gehabt, als «die Aussicht auf eine aggressive russische Handlung gegen ein Bündnismitglied als eine potentielle Bedrohung zu sehen und massvolle, angemessene Reaktionen zu beschliessen».

Die Nato hat jede praktische Zusammenarbeit mit Russland infolge der Ukraine-Krise und der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland im Frühjahr 2014 auf Eis gelegt.

Im April tagte erstmals seit Juni 2014 wieder der Nato-Russland-Rat. Dennoch blieben tiefgreifende Differenzen zwischen beiden Seiten hinsichtlich der Ukraine und anderen Themen bestehen.

Verstärkte Präsenz in Osteuropa geplant

Vor ihrem Gipfel am 8. und 9. Juli in Warschau will das Verteidigungsbündnis nach eigenem Bekunden erneut formelle Gespräche mit Russland führen.

Auf dem Warschauer Gipfel will das Bündnis eine weitere Stärkung seiner Präsenz in Osteuropa beschliessen. Weil sich die Nato verpflichtet hat, keine Kampftruppen dauerhaft in seinen osteuropäischen Mitgliedsländern zu stationieren, sollen Truppen der Allianz abwechselnd regelmässige Übungen in den baltischen Staaten abhalten. Russland kritisiert das Vorhaben.

20 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
    Herr Singer, schauen Sie mal, woher all die Flüchtlinge kommen. Dann schauen Sie mal, was in den letzten 15 Jahren in deren Ländern passiert ist. Nebenbei: Das Militärbudget der USA ist 10 x höher als das der Russischen Föderation. Warum wohl? Ist es, weil die USA sich permanent gegen Angreifer verteidigen müssen? Weil ständig irgendwer über die USA herfällt? Hm.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
    Ja, ja, die NATO hat sich gerade Schweden gekrallt. Und ja, es ist superlieb von den USA wie sie Afghanistan, Irak, Libyen ... in Schutt und Asche gelegt haben und Millionen von Menschen zur Flucht veranlassen. So gut! Warum sehen das nicht alle ein?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Singer (P.S.)
    Russland ist nicht Gut und die USA sind nicht Böse. Viele hier scheinen diese einseitige Russlische Propaganda blind zu glauben. Beide Staaten verfolgen eigene Ziele. Es wird nicht zu einem direkten Krieg kommen, aber Russland wird versuchen, sich weitere Gebiete in Osteuropa zu krallen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen