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International «Nein zum Krieg!» – Friedensmarsch in Moskau

Wladimir Putins Vorgehen im Ukraine-Konflikt hat dem Land Sanktionen aus dem Westen beschert. Im Land selber blieb es bislang dennoch ruhig. Doch jetzt regt sich Widerstand. In der Hauptstadt demonstrieren Tausende gegen das Engagement in der Ostukraine.

Legende: Video «Nein zum Krieg!» – Friedensmarsch in Russland abspielen. Laufzeit 1:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.09.2014.

Unter der Losung «Nein zum Krieg!» hatten Putin-Gegner zu einem Friedensmarsch in Moskau aufgerufen. Es folgte die erste grosse Protestaktion seit Ausbruch des blutigen Konflikts in der Ostukraine im April. Laut Polizei kamen etwa 5000 Personen.

SRF-Korrespondent Peter Gysling hat weit mehr Menschen beobachtet. Er schätzt, dass 15'000 – 20'000 Menschen am Umzug teilgenommen haben. «Es ist ein Menschenmeer, das sich jetzt bewegt.» Überall seien farbige Flaggen und vor allem ukrainische Embleme zu sehen. Sämtliche liberalen Parteien seien an der Demo vertreten und würden ihren Missmut gegenüber der russischen Politik zum Ausdruck bringen.

«Die Ukrainer waren immer sehr wichtige Nachbarn Russlands»

Die Kremlgegner sehen ungeachtet der Feuerpause weiter die Gefahr, dass Putin jedes Mittel willkommen sein könnte, seine Machtinteressen im Nachbarland durchzusetzen.

Die Demonstranten zeigen sich gemäss Gysling solidarisch mit der ukrainischen Bevölkerung. «Die Ukrainer waren immer sehr wichtige Nachbarn, zu denen viele Russen auch freundschaftliche oder verwandtschaftliche Beziehungen haben», sagt er. Für viele Demonstranten könne es nicht sein, dass junge russische Soldaten Ukrainer töten und dabei vielleicht auch selbst ums Leben kommen.

Sofortiger Truppenabzug

Darum fordern die Kremlgegner den sofortigen Abzug von russischen Soldaten aus der Ostukraine. Aufhören müsse auch die propagandistische und materielle Hilfe für die pro-russischen Separatisten.

Lange hatte die russische Opposition die Strasse anderen überlassen. Bei Kundgebungen in Moskau haben zuletzt vor allem ultranationalistische Fanatiker, aber auch russisch-orthodoxe Christen Putin zu einem Einsatz der Armee aufgefordert. Auch heute marschierten Kreml-Unterstützer auf – die beiden Lager wurden durch Polizeikräfte voneinander getrennt.

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125 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Die Demonstranten zeigen sich gemäss Gysling solidarisch mit der ukrainischen Bevölkerung.sagt Peter Gysling, viele tausend Ukrainer sind geflohen und sie demonstrieren mit die Russen. die Ukrainer und die Russen sind ein Volk aber die Ukrainer haben die falsche Regierung ,die wie ein Hampelmann nach der Pfeife der EUSA tanzt. Dass niemand einen Krieg will ist wohl richtig und so hat sich Putin auch moderat verhalten, ohne die Interessen der Russischstämmigen Bürger zu hintergehen.
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  • Kommentar von Hans Berger, Bern
    Ist eigentlich Putin der reichste Russe? Wenn mann hier die bezahlten Berichte liest muss mann annehmen dass da sehr viel Geld fliesst !
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    1. Antwort von Urs Keller, Binningen
      @Hans Berger, denken kostet nichts, und so sind einige gut informierte Kommentatoren zu einer anderen Meinung gekommen als Sie. Diese und auch ich sind von niemandem bezahlt, das ist Schwachsinn, denn so könnte man sie genauso fragen; von wem sie irgedetwas für ihre Kommentare erhalten hätten m.f.G.
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    2. Antwort von R. Haechler, AG
      Herr Berger ... im Ernst ... Nicht doch .. oder ? *lol*
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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Nicht W. Putins Vorgehen in der Ukraine hat RUS Sanktionen beschert. Sondern die Behauptungen des Westens. Auch in Russland sind nicht Alle "blind" und "dumm". Propaganda hin oder her. Im Westen sind ja auch nicht Alle "blind" und "dumm". Man informiert sich immer mehr auf breiter Basis.
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