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International Netanjahu: «Hamas wird bezahlen»

Israels Luftwaffe hat mehrere Ziele im Gazastreifen und im Westjordanland angegriffen – als Vergeltung für die drei toten Talmudschüler. Öffnet der israelische Ministerpräsident Netanjahu damit die Tore zur Hölle?

Legende: Video «Eskalation in Nahost» abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.07.2014.

Die israelische Luftwaffe hat Angriffe gegen Ziele im Gazastreifen geflogen, Präzisionsschläge gegen 34 Ziele. Dies, nachdem die Palästinenser Israel mit mehr als 18 Raketen beschossen hatten.

Ziele waren Militäreinrichtungen der Hamas und des Islamischen Dschihad. Nach Angaben des medizinischen Dienstes im Gazastreifen wurden bei Chan Junis vier Menschen verletzt. Eine Person wird vermisst.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte den Schlag angekündigt: «Die Hamas ist verantwortlich und die Hamas wird bezahlen.» Israel macht die Hamas-Bewegung für die Entführung und den Tot der drei Talmudschüler verantwortlich.

Kabinett wird weiter über Folgen beraten

Zuvor hatte Israel 420 Palästinenser festgenommen, die meisten von ihnen Hamas-Mitglieder. Fünf Palästinenser wurden getötet.

«Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will nicht nur die drei toten Jugendlichen vergelten, es geht ihm bei den Verhaftungen und Luftschlägen auch im die Schwächung der Hamas», sagt Nahost-Korrespondent Philipp Scholkmann. Die Spannungen verschärfen sich laut Scholkmann.

Spitzt sich die Lage in Nahost weiter zu? Das israelische Sicherheitskabinetts unter Vorsitz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat noch keine unmittelbare Entscheidung über noch härtere Massnahmen getroffen. Das Gremium werde nach der Beerdigung erneut zusammentreten, sagte ein hoher israelischer Beamter.

Tödliche Razzia in Flüchtlingslager

Im Westjordanland erschoss die israelische Armee nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen einen Jugendlichen. Soldaten hätten eine Razzia gegen das Flüchtlingslager Dschenin im Norden des Westjordanlandes unternommen und dabei den 18-Jährigen getötet, hiess es aus Sicherheitskreisen und von Ärzten.

Demnach hatte der Vorfall nichts mit den Armeeaktionen im Süden des Westjordanlandes nach der Entführung und Ermordung der drei israelischen Jugendlichen zu tun. Die israelische Armee äusserte sich nicht zu dem Bericht.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Treichler, Honolulu und Hong Kong
    Als nicht-Jude empfinde ich den Antisemitismus der sich hier zum Teil verbreitet als abscheulich und abstossend. Der haessliche und ignorante Ton erinnert an das Dritte Reich. Was ist mit der toleranten Schweiz geschehen?
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Wer den Frieden nicht will -der liebt den Krieg ! Warum darf dieser Satz hier nicht stehen -bitte sagen sie mir das - ich möchte lernen , danke .
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  • Kommentar von Markus Moser, Ittigen
    Alleine mit der Suche der jugendlichen Israeli haben das Militär mehr Menschen getötet, mehr palästinensische Häuser zerstört und x hunderte Väter und Söhne fest genommen. Der Radikalismus wird auf diese Art nur gefördert und nie enden. Israel verhindert sich selbst ein Leben in Frieden mit ihren Nachbarn.
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