Neue Eskalation in der Ostukraine

Bei heftigen Kämpfen in der Nähe von Lugansk sind heute wieder mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Zerstörtes Haus in Mariupol

Bildlegende: Unter den anhaltenden Gefechten hat die Zivilbevölkerung am meisten zu leiden. Reuters

Bei intensiven Gefechten im Bürgerkriegsgebiet Ostukraine sind nach Darstellung der Konfliktparteien mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Die pro-russischen Separatisten berichteten von 16 getöteten Zivilisten im Gebiet Lugansk nach Beschuss durch die ukrainische Armee. Mehr als 100 Menschen befinden sich demnach derzeit mit Verletzungen in Krankenhäusern.

Das Militär sprach hingegen von drei getöteten Soldaten. Derzeit würden mehr als 360 Armeeangehörige in Militärkrankenhäusern behandelt, sagte Generalstabssprecher Wladislaw Selesnjow der Agentur Interfax.

Politisches Hick-Hack zwischen Kiew und Moskau

Seit dem Tod von 30 Zivilisten bei Raketenbeschuss der Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer am Samstag berichten die Konfliktparteien von einer Intensivierung der Kämpfe in der Ostukraine.

Russlands Föderationsratschefin Valentina Matwijenko warf der pro-westlichen Regierung in Kiew vor, den Krieg in der Ostukraine zu schüren. «Die ukrainische Führung ist ein Aggressor», sagte sie in Moskau. Am Dienstag hatte das Parlament in Kiew Russland offiziell als Aggressor eingestuft. Russland hatte dies als «unbedacht und verantwortungslos» kritisiert.