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International Neue Provokationen zwischen Israel und Syrien

Die Spannungen zwischen Syrien und Israel nehmen zu. Syrische Soldaten haben ein Fahrzeug der israelischen Armee auf den Golan-Höhen beschossen. Ein weiterer Zwischenfall in einer ganzen Reihe gegenseitiger Provokationen.

Israelische Soldaten auf dem Golan, während einer Übung.
Legende: Der Eindruck täuscht: Die Spannungen zwischen Israel und Syrien nehmen von Tag zu Tag zu. Keystone

Was, wenn der Bürgerkrieg in Syrien auf die Nachbarländer übergreift? Das ist derzeit eine der grössten Sorgen der internationalen Staatengemeinschaft.

An der Grenze zwischen Syrien und Israel kommt es immer wieder zu Scharmützeln. Was genau passiert ist, ist nicht klar. Die syrischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten ein Fahrzeug der israelischen Armee zerstört. Dieses habe auf den Golan-Höhen die Waffenstillstandslinie verletzt.

Von israelischer Seite kam das Dementi. Zwar sei ein Armeefahrzeug beschossen worden. Zerstört sei es nicht, auch Verletzte habe es nicht gegeben. Die israelischen Soldaten hätten das Feuer erwidert.

Syrien droht mit Angriff auf Tel Aviv

Seit der Eskalation des Kriegs in Syrien sind immer wieder Geschosse auf dem Golan eingeschlagen. Israel hatte die Golanhöhen 1967 von Syrien erobert.

Israel beschuldigt Syrien überdies, die radikal-islamische Hisbollah zu unterstützen. Die israelische Armee hatte vor wenigen Wochen Ziele in Syrien angegriffen. Der Angriff habe einer Raketenlieferung für die Hisbollah gegolten.

Syrien erklärte, es sei eine militärische Forschungseinrichtung getroffen worden. Vor wenigen Tagen drohte Syrien damit, Tel Aviv zu beschiessen, sollten die Angriffe nicht aufhören.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Wyssmann, Derendingen
    Nochmals an die Herren Girschweiler und Stump. Lesen Sie mal auf sf.tv die Agenturmeldung "Syriens Krieg erfasst Norden des Libanon". In diesem Artikel wird Assad erstmals nicht mehr als "Diktator" oder "Machthaber" bezeichnet, sondern sachlich als "Präsident" oder "Staatschef". - Bahnt sich wohl auf westlicher Medienseite ein Gesinnungswandel an...!?
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Werner Wyssmann: Ich bezeichne Assad als Machthaber, wie so viele mehr in den diversen Ländern der Region. Für Israel ist es einfacher jemanden an der Macht in Damaskus zu wissen, welcher mehr oder weniger kalkulierbar handelt, als die diversen Protagonisten welche auch unter sich nicht einig sind.
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  • Kommentar von Werner Wyssmann, Derendingen
    @ Herren Girschweiler und Stump. - Niemand hat den Durchblick, was z.Z. in und um Syrien abläuft, "wer mit wem ins Bett geht", ausser dass die SAA seit der israel. "Aggression" deutlich in der Offensive ist. Niemand weiss genau, welche Ziele von der israel. Luftwaffe zerstört worden sind. Den Agenturmeldungen glaube ich kein Wort. Eines ist sicher: die 10 explodierenden Ziele wurden von Damaskus aus per Vid-Cam live gefilmt. Eigenartig, nicht wahr.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @W. Wyssmann: Sie haben Ihre Meinung u. J. Stump und ich haben unsere Meinung. Mit J. Stump diskutiere ich sehr gerne, da in meiner Optik seine Ansichten immer Hand und Fuss haben, was man bei einigen anderen Kommentaren nicht behaupten kann. Uebrigens die aufgenommenen Explosionen können alles oder auch gar nichts bedeuten. Die Israelis haben dazu gesagt was zu sagen war.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Ich gehe einmal davon aus, dass die Provokationen eher von Assad u. Hisbollah ausgeht. Ergreift Israel militärische Massnahmen, könnte der Druck von den Golfstaaten u. Saudi Arabien leichter gegen Israel gelenkt werden. Wenn sich das Augenmerk sich auf diesen grösseren Schauplatz richtet hätte man im Innern Syriens freiere Hand mit den Rebellen abzurechnen.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Endlich wieder jemand mit einem klaren Durchblick, so wie Sie sehe ich es auch. Die Israelis werden nicht so dumm sein, sich in diesen syrischen Bürgerkrieg, in dem schon längst auch "Gotteskrieger" aus anderen Ländern mitkämpfen, hineinziehen zu lassen. Nur in einem bin ich mit Ihnen nicht einig: Ich glaube nicht, dass eine "Abrechnung" so leicht wäre, auch wenn die Hand der syrischen Militärs dann "freier" wäre. Dafür ist der Konflikt schon viel zu stark ausgeweitet worden.
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    2. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Juha Stump: Klar wird die "Abrechnung" welche Assad anstrebt nicht von kurzer Dauer sein. Die unbekannten Akteure wie Hisbollah, welche immer mehr von einer verdeckten Kriegsführung zur offenen Parteinahme f. Assad wechseln, und nicht zu vergessen Iran und die schiitische Bevölkerungs-mehrheit im Irak welche ebenfalls noch einschreiten könnten. Im weiteren glaube ich, dass es der TK langsam nicht mehr geheuer ist, wie sich die Lage entwickelt.
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