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International Neue Unruhen in Tunesien

In mehreren tunesischen Städten sind gewaltsame Proteste ausgebrochen. Die Regierung hat inzwischen eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Legende: Video Die schlimmsten Unruhen seit dem Arabischen Frühling abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.01.2016.

Tunesien erlebt derzeit die heftigsten sozialen Unruhen seit fünf Jahren. Die gewaltsamen Proteste dehnten sich in der Nacht zum Freitag auf mehrere Regionen des nordafrikanischen Landes aus.

Demonstranten griffen unter anderem in der Hauptstadt Tunis sowie in den Städten Jendouba und Bizerte Polizeiposten an, wie ein Sprecher des tunesischen Innenministeriums erklärte. Auch Wagen der Sicherheitskräfte seien angezündet worden. Medien berichteten, in einem ärmeren Viertel von Tunis seien Läden und zwei Banken geplündert worden.

Sicherheitskräfte verhängen Ausgangssperre

Die Proteste gegen die schlechte wirtschaftliche Lage und die Arbeitslosigkeit hatten am vergangenen Wochenende in der Provinz Kassérine im Westen Tunesiens begonnen. Bei Zusammenstössen wurde dort am Mittwochabend ein Polizist getötet. Die Regierung hat inzwischen eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Sie gelte für alle Regionen des Landes, erklärte das tunesische Innenministerium am Freitag.

In Tunesien hatten die als «Arabischer Frühling» bekanntgewordenen Aufstände begonnen, die sich auf viele Länder der arabischen Welt ausdehnten. Nur in Tunesien glückte aber der Übergang zu einer Demokratie. Das Land leidet aber unter einer schwierigen Wirtschaftslage. Die Arbeitslosenquote in Tunesien beträgt etwa 15 Prozent.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Die Unruhen haben dasselbe Muster wie diejenigen in der Ukraine, im Libanon, in Montenegro... nach der tunesischen "Jasmin-Revolution" von 2011 könnte das bereits die nächste Farbenrevolution sein. Es gibt immer wieder Leute und Länder, die von solchen Revolutionen profitieren... allein schon deshalb, weil sie weit weg sind - und nicht betroffen von Flüchtlingsströmen.
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    In einem von „Al Hayat TV“ übersetzten Video erklären Nordafrikaner aus Marokko, Tunesien, Algerien, wie man sich als „syrischer Flüchtling“ ausgibt, um von der „Willkommenskultur“ in Deutschland zu profitieren. „Zeigt auf keinen Fall euren Reisepass. Versteckt ihn, lasst ihn einfach verschwinden“, so ein Marokkaner am Anfang des Videos: https://www.youtube.com/watch?v=0HIs1x3bRWM Verständlich aus Sicht der Perspektivlosen, aber es sind einfach zuviele für wenige Länder.
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Wisst ihr was das heisst?! Irgendwer versucht irgendwen in die Pfanne zu hauen oder unter dem Deckel zu halten und Millionen von der einen oder anderen Sorte bereichern die Völkerwanderung der Schuldlosen, drängen von allen Seiten auf das Herz Europas!
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