Neuer russischer Konvoi in der Ukraine eingetroffen

Ein zweiter russischer Konvoi ist laut russischen Medien in der Ostukraine eingetroffen. Die Fahrzeuge sollen Hilfsgüter geladen haben.

Video «Waffenruhe in Ukraine labil» abspielen

Waffenruhe in Ukraine labil

0:51 min, aus Tagesschau am Mittag vom 13.9.2014

Inmitten der Waffenruhe in der Ostukraine ist ein zweiter russischer Hilfskonvoi in das Konfliktgebiet gefahren. Die ersten Lastwagen seien in der Separatistenhochburg Lugansk eingetroffen, berichteten russische Medien.

Eine Kolonne von rund 200 Fahrzeugen hatte in der Nacht nach Angaben des russischen Zolls bei der russischen Ortschaft Donezk die Grenze passiert. Zur Ladung gehören demnach Medikamente, Lebensmittel und Stromgeneratoren – alles in allem rund 2000 Tonnen Hilfsgüter. Eine Stellungnahme aus Kiew lag zunächst nicht vor.

Lieferung war angekündigt

Bewohner von Lugansk begrüssten die mit russischen Fahnen geschmückten Fahrzeuge und manche weinten vor Freude, wie die Agentur Itar Tass meldete. «Damit hat Russland zum zweiten Mal die Verantwortung auf sich genommen», kommentierte das Staatsfernsehen in Moskau.

Ein erster russischer Konvoi mit mehr als 250 Lastwagen war am 22. August unter Protest Kiews ohne Erlaubnis der ukrainischen Behörden über die Grenze gefahren. Die russische Regierung hatte nach Beginn der Waffenruhe zwischen ukrainischem Militär und prorussischen Separatisten vor einer Woche weitere Hilfslieferungen für das Konfliktgebiet angekündigt.

Unklar war ukrainischen Medien zufolge, ob diesmal auch Beamte der Ukraine und Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an der Abfertigung der Lastwagen beteiligt waren. Das Internationale Rote Kreuz begleitete den Konvoi nach eigenen Angaben nicht.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Anleger reagieren auf Sanktionen gegen Russland

    Aus Tagesschau vom 13.9.2014

    Mit verschärften Sanktionen der EU soll Russland zum Einlenken gezwungen werden. Der Zugang zum EU-Kapitalmarkt wird erschwert. Neu ist es EU-Anlegern untersagt, Anleihen, Aktien oder andere Finanzinstrumente zu kaufen, die länger als 30 Tage laufen. Die russische Währung reagiert prompt und fällt gegenüber dem Dollar auf einen Tiefststand.