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International Neues Bootsunglück im Mittelmeer

Erneut könnten bis zu 40 Migranten im Mittelmeer ertrunken sein. Wie Überlebende eines gesunkenen Schlauchbootes berichteten, sollen mehrere Menschen vor und während der Rettungsaktion ins Wasser gestürzt sein. Laut der italienischen Küstenwache wurden bisher keine Leichen gefunden.

Rettung von Migranten nahe der libyschen Küste.
Legende: Insgesamt sollen 120 Menschen an Bord des Schlauchbootes gewesen sein. 80 Migranten wurden gerettet. Keystone/Symbolbild

Bei einem neuen Bootsunglück im Mittelmeer könnten möglicherweise bis zu 40 Migranten ertrunken sein. Das hätten etwa 80 Überlebende berichtet, die von einem sinkenden Schlauchboot vor der Küste Libyens gerettet worden seien, sagte Federico Fossi, Sprecher des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Italien.

Keine Bestätigung durch die Küstenwache

Die italienische Küstenwache konnte bislang nicht bestätigen, dass sich ein Unglück ereignet hat. «Das sind die Berichte der Überlebenden, es wurden keine Leichen gefunden», sagte ein Sprecher.

Die mehrheitlich aus dem südlichen Afrika stammenden Überlebenden waren vom deutschen Marine-Schiff Holstein nach Sizilien gebracht worden. Ihren Angaben zufolge war das Schlauchboot mit etwa 120 Menschen an Bord am Mittwoch von Libyen aus gestartet.

Schon nach kurzer Zeit hätte es Luft verloren, woraufhin die Migranten einen Hilferuf absetzten. Dann seien die ersten Menschen ins Wasser gestürzt, weitere bei einer Rettungsaktion durch ein Handelsschiff, berichtete der UNHCR-Sprecher unter Berufung auf Zeugen.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Maurer, ZH
    Schade. Mich nervt jeder Gerettete von denen! Alles Männer, alle unbrauchbar hier! Meine persönliche Meinung! Führt nur zu vielen neuen Problemen hier und in Europa. Augen auf ihr Gutmenschen. Aber wie wollt ihr auch die Zusammenhänge erkennen, wenn ihr nicht einmal kapiert, dass Ihr keinem Papst oder Allah nach laufen müsst! 8 Mio. Menschen für die Schweiz, basta! Aufräumen, oder wir gehen unter!
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  • Kommentar von Christa Wüstner, Reinach
    Unter Berufung auf Zeugen. Nichts wird offiziell bestätigt. Das kann man nicht mehr als Tatsache oder Wahrheit entgegennehmen. Auch stumpfen solche Meldungen mit der Zeit ab. Ich finde, entweder man berichtet bestätigte Berichte oder lässt es lieber ganz sein. Oder will man die Meinungen damit herausfordern? Da blühen mehr Spekulationen, wenn nicht sogar Lügen.
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  • Kommentar von Alberto da Vinci, Pratteln
    Hr. Ehrgart wenn Sie schon auf einem Deutschen Schiff sind warum nimmt es dann Kurs nach Sizilien? Dann könnte es bspw. direkt nach Hamburg fahren. Was haben Sie für Deutschland für eine Erklärung? Ich bekomme immer wie mehr eine Wut gegen die EU und gegen die italienische Regierung. Hoffentlich wird das Italienische Volk bald das Gesetz selber in die Hand nehmen. Es reicht Italien ist kein Asylantenheim. Ich hoffe das Volk weiss jetzt was es heisst wenn ein linker ein Land regiert.
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    1. Antwort von David Ehrgart, München
      Stimme Ihnen zu, natürlich sollte Deutschland mehr Flüchtlinge aufnehmen, insofern ist Ihr Vorschlag etwas unpraktisch, aber nicht ganz falsch. Dann sollte sich Ihre Wut aber eher gegen die deutsche Regierung (und andere Länder) richten, die sich vehement gegen eine von Italien seit langem geforderte Quotenregelung sträuben.
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