Nigeria: Armee tötet 20 Islamisten

Der Konflikt zwischen Islamisten und dem nigerianischen Militär spitz sich zu. Die Armeeführung meldet den erfolgreichen Schlag gegen die Terrorgruppe Boko Haram. Eine Splittergruppe der Islamisten verkündet derweil die Ermordung von sieben Ausländern.

Ausgebrannte Roller nach einem Bombenanschlag in Nigeria.

Bildlegende: Bei Gewaltakten zwischen Rebellen und der Armee sind in Nigeria seit 2009 gegen 3000 Menschen getötet worden. Keystone/Archiv

Im Nordosten Nigerias verschärft sich der Kampf gegen die Islamisten. Nach  Angaben der Armee wurden bei einem Einsatz in der Boko-Haram-Hochburg Maiduguri 20 Islamisten getötet.

Insgesamt hätten Soldaten in den vergangenen zehn Tagen bei Einsätzen gegen Islamisten im Bundesstaat Borno 52 Boko-Haram-Mitglieder getötet, darunter zehn Anführer. Zudem seien 70 Mitglieder festgenommen worden. Bei den Schusswechseln mit den Islamisten seien auch zwei Soldaten getötet und drei weitere verletzt worden.

Boko Haram kämpft in dem überwiegend von Muslimen bewohnten Norden Nigerias gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates und geht dabei gezielt gegen Christen in der Region vor.

Unklarheit herrschte derweil über das Schicksal von sieben Ausländern, die im Februar auf einer Baustelle einer libanesischen Baufirma im Norden Nigerias entführt worden waren. Die Boko-Haram-Splittergruppe Ansaru bekannte sich am Samstag zur Ermordung der Geiseln.

Die nigerianischen Behörden haben bislang keine Bestätigung geliefert. Nach verschiedenen Quellen soll es sich bei den Geiseln um zwei Libanesen, zwei Syrer sowie einen Briten, einen Griechen und einen Italiener handeln.