Noch immer kein Präsident auf den Malediven

Kurz vor Beginn der Stichwahl um das Präsidentenamt auf den Malediven hat das Verfassungsgericht die Abstimmung verschoben. Die Wahl soll nun am kommenden Samstag stattfinden.

Urlaubsparadies Malediven.

Bildlegende: Die Idylle im Urlaubsparadies trügt: Versinken die Malediven politisch im Chaos? Keystone

Dies berichteten lokale Medien und Ex-Präsident Maumoon Abdul Gayoom per Twitter. Die Menschen in dem Urlaubsparadies im Indischen Ozean versuchen seit zwei Monaten, einen Präsidenten zu wählen.

Die erste Abstimmung vom September wurde vom Verfassungsgericht für ungültig erklärt, obwohl alle Beobachter sie als fair und frei bezeichneten. Den zweiten Versuch im Oktober verhinderte die Polizei in letzter Minute, weil die umstrittenen Vorgaben des Gerichts nicht erfüllt worden waren.

Im dritten Anlauf am Samstag erhielt der liberale Menschenrechtsaktivist Mohamed Nasheed die meisten Stimmen, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Er soll in der Stichwahl gegen Abdulla Yameen antreten, einen Halbbruder des einstigen Autokraten Gayoom.

Was passiert am Montag?

Unklar bleibt, was am Montag passiert, wenn die Amtszeit des Präsidenten Mohamed Waheed endet. Medienberichten zufolge ordnete das oberste Gericht an, Waheed solle das Amt weiter führen, bis ein neues Staatsoberhaupt gefunden wird. Die Abgeordneten hatten sich hingegen dafür ausgesprochen, die Geschäfte dem Parlamentspräsidenten zu übertragen.