Nord- und Südkorea wollen sich an einen Tisch setzen

Monatelang blickte die Welt gespannt auf die koreanische Halbinsel. Provokationen und Machtworte gingen zwischen Nord- und Südkorea hin und her. Nun wollen beide Staaten wieder miteinander reden – erstmals seit zwei Jahren.

Auf der koreanischen Halbinsel stehen die Zeichen auf Entspannung – nach Monaten der Sorge vor einem neuen Krieg. Der Grund: Erstmals seit zwei Jahren wollen Vertreter von Nord- und Südkorea am Sonntag offiziell miteinander reden.

Südkoreaner betrachten die Karte der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. (reuters)

Bildlegende: Auch Familien sollen demnächst wieder miteinander reden dürfen: Sie sind seit dem Kriegsende 1953 getrennt. Reuters

Wirtschaft im Norden soll wieder anlaufen

Initiiert hatte die Gespräche am Donnerstag Nordkorea. Der Grund: gemeinsame Wirtschaftsprojekte sollen wieder anlaufen. So soll etwa die gemeinsame Sonderwirtschaftszone Kaesong wieder eröffnet werden. Dort beschäftigten südkoreanische Firmen 53‘000 nordkoreanische Arbeiter. Nordkorea hatte den Industriepark Anfang April geschlossen.

Nach Nordkoreas drittem Atomtest im Februar und der darauf erfolgten Verschärfung der internationalen Sanktionen hatten sich die Spannungen zwischen den beiden Staaten verschärft. Die kommunistische Führung in Pjöngjang drohte Südkorea und den USA mehrfach mit einem Atomkrieg.