Zum Inhalt springen

International Nordkorea drohen harte UNO-Sanktionen

Die USA und China haben sich auf massiv verschärfte Sanktionen gegen Nordkorea geeinigt. Es sei nicht akzeptabel, dass das Regime in Pjöngjang Atomwaffen besitze, heisst es. Dem UNO-Sicherheitsrat liegt nun ein Resolutionsentwurf mit Strafmassnahmen vor. Problematisch wird deren Umsetzung.

Ein Zivilist von Militärs umringt.
Legende: Nordkoreas Kim Jong Un im Kreise seiner Militärs: Ob er die UNO-Strafmassnahmen bereits erwartet? Keystone

Die Verabschiedung der Resolution in den nächsten Tagen dürfte nur eine Formsache sein. Das Problem liegt jedoch in der Durchsetzung.

Breite Einigkeit

Sieben Wochen ist es her seit dem jüngsten Atomtest Nordkoreas. Und fast drei Wochen seit dem Abschuss einer Langstreckenrakete. Unverzüglich müsse man nun handeln, tönte es unisono nach den beiden Provokationen durch das Regime in Pjöngjang.

Doch so schnell ging es nicht. Das Ringen zwischen China, das dem Kim-Regime nahesteht, und den USA war zäh. Doch jetzt hat man sich auf einen Resolutionsentwurf geeinigt. Er wurde nun dem UNO-Sicherheitsrat vorgelegt.

Noch strengere Strafmassnahmen als in allen bisherigen Nordkorea-Resolutionen seien nötig, sagt Japans UNO-Botschafter Motohido Yoshikawa. Darüber seien sich nun alle einig.

Schärfste Sanktionen seit zwanzig Jahren

Die neue Resolution schliesst Lücken beim Waffenembargo, engt die Aktivitäten der Banken weiter ein, unterbindet Lieferungen von Treibstoff für Flugzeuge und Raketen, und verlangt vor allem lückenlose Inspektionen aller Schiffe, die von und nach Nordkorea unterwegs sind.

Die amerikanische UNO-Botschafterin Samantha Power spricht von den schärfsten Sanktionen des Sicherheitsrates seit zwanzig Jahren.

Das Problem allerdings ist die Durchsetzung. Wird China und werden andere Staaten wirklich alles tun, um mit den Boykotten den Druck auf Pjöngjang zu erhöhen? Und ist die systematische Überwachung sämtlicher Schiffsladungen tatsächlich möglich? Da gibt es grosse Fragezeichen.

8 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Sanktionen treffen immer die Ärmsten. Der Druck der USA und Chinas wird die Nordkoreanische Regierung an die Menschen weiterreichen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Es gibt coole amerikanische Frauen, finde ich. Von Suzanne Vega bis... Ich jedenfalls hab schon lange genug von simplen konditionierten Antiamerikanern in Europa, die vor allem ihr eigenes Ego öffentlich zum Besten geben.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Diese Armen kann man bereits landesweit als die Aermsten bezeichnen und mit den Sanktionen deren Los auch nicht noch mehr weiter verschlechtern.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Ja, U.Schüpbach, die coolen amerikanischen Frauen üben wahrscheinlich keinen Druck aus auf andere Menschen in anderen Ländern aus. Die US-Administration ist meilenweit von den Menschen entfernt, insbesondere von den Armen, von den Pazifisten, von den Philosophen uvm. Ich empfehle Ihnen die Werke des linken US-Linguistikers Noam Chomsky. NB waren früher auch bei uns Grüne und SP Garanten für Frieden. Von US-Vordenkern wie Noamm Chomsky könnten sich unsere "Cüplilinken" etwas reinziehen...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ursula Schüpbach (Artio)
    Manchmal denke ich: "Es ist doch totaler Irrsinn. Muss der Mann auch noch einen entfernten Bezug zur Schweiz haben?" Da ziehe ich den noch lebenden König aus Thailand und seine ehemalige Musik halt vor. Da steckte viel Leidenschaft drin, ob es manchen auf der Welt passt oder nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Frau Schüpbach von welchem Mann schreiben Sie hier? Kim Jong Un kann mal vielleicht auch ein Mann werden. Allerdings ist da die Wahrscheinlichkeit grösser, dass seine "ungestüme, verhaltensorginelle (verhaltensorginell = neudeutsche Formulierung!!!) Jugendlichkeit" anhält. Auch sonst dürfte seine Erwartung für das menschliches Heranreifen zum Manne sehr bescheiden bleiben. - Aber ich glaube zB. er hat wohl kein Problem mit chinesisch Banknoten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ursula Schüpbach (Artio)
    Was soll das alles noch? Nicht mal einen Gerhard Pfister interessieren z.B. Mao-Banknoten, auch wenn er auch mal Lehrer war. So ist es halt, man vergisst vieles in der Hektik der Zeit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Hallo Frau Schüpbach, Sie sind also mit dem Bank-Noten-Problem nicht weiter gekommen? - Versuchen Sie es doch mal, sprechen Sie mit dem Anliegen bei der chinesischen Botschaft vor. Man wird sich ihrem Anliegen und Anlagen gerne annehmen. - Die Schweiz und unsere Regierung ist leider nicht ermächtigt da Einfluss auf chinesische Banknoten zu nehmen und kann Ihnen da auch nicht weiterhelfen. Nur Mut, bringen Sie es am Ort wo es hingehört zur Sprache.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen