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International Nordkorea legt nach und bringt zweite Rakete in Stellung

Der Diktator in Koreas Norden scheint unbeirrbar. Laut Südkorea soll er eine zweite Rakete an die Ostküste geschafft haben. Zudem hat Nordkorea die Botschafter mehrerer Länder aufgefordert, eine Evakuierung ihrer Vertretungen in Pjöngjang zu prüfen.

Nordkorea rückt kein Jota von seiner Provokations-Strategie ab. Nach Angaben von südkoreanischen Regierungsvertretern hat der Diktator im Norden die Verschiebung einer weiteren Mittelstreckenrakete an die Ostküste veranlasst.

Guam in Gefahr?

Das Verteidigungsministerium in Seoul, das am Donnerstag die Verlegung einer Mittelstreckenrakete bestätigt hatte, äusserte sich zunächst nicht dazu.

Die Raketen haben eine Reichweite von rund 3000 Kilometern, die auf bis zu 4000 Kilometer ausgebaut werden kann. Damit können die Raketen theoretisch die Pazifikinsel Guam erreichen, ein Aussengebiet der USA.

Legende: Video Südkorea reagiert vorerst gelassen auf die zweite Rakete abspielen. Laufzeit 1:34 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.04.2013.

Experten sehen Nordkorea aktuell allerdings nicht in der Lage, das US-Festland anzugreifen. Nordkorea hatte bereits vor einem Monat mit einem Präventivschlag gegen die USA gedroht. Vergangene Woche ordnete die Armee an, Raketen für einen Angriff in Bereitschaft zu versetzen.

Pjöngjang hat inzwischen mehrere ausländischen Diplomaten in Pjöngjang aufgefordert, die Räumung ihrer Vertretungen «in Erwägung zu ziehen» – wegen der wachsenden Spannung auf der nordkoreanischen Halbinsel. Auch ein Schweizer Vertreter war bei der Information anwesend, schreibt das EDA auf eine Anfrage von SRF News Online. Es sei zurzeit aber kein Abzug des Schweizer Personals geplant.

Ein einsamer Mann auf der breiten Verbindungsstrasse zwischen dem Industrie-Komplex von Kaesong und der Grenze zu Südkorea.
Legende: Zurzeit sieht Südkorea noch keine direkte Veranlassung für eine Evakuierung seiner Arbeiter aus Kaesong. Reuters

Arbeiter halten die Stellung

Derweil hat Südkorea angekündigt, seinen Arbeitern in der Industrie-Zone von Kaesong beizustehen. Sollte es notwendig werden, sei Seoul bereit, sie zu evakuieren, teilte Südkoreas Wiedervereinigungs-Minister Ryoo Kihl Jae mit.

Nordkorea hatte am Mittwoch den Zugang zu dem Komplex gesperrt, der auf nordkoreanischem Boden liegt und von beiden Ländern gemeinsam betrieben wird. Damit scheint die Regierung in Pjöngjang eine der letzten Verbindungen zwischen beiden Ländern kappen zu wollen.

Am Donnerstag befanden sich aber noch 608 südkoreanische Arbeiter in Kaesong. Sie hielten trotz Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Gas Fabrikanlagen in Gang.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von C.E.C.Yeager, Schweiz
    ..und schon ist es passiert. -> opNorthKorea - release 2 http://pastebin.com/4g44jfNF
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Nordkorea als letzte Diktatur und ueberbleibsel des 2nd Weltkrieges wird nicht ueberleben koennen. Suedkorea und die anderen Laender sind mit Patriot Raketen ausgeruestet, und sobald sich eine der 2 Raketen von Nordkorea in die Luft geht, wird diese noch ueber Nordkorea abgeschossen. Nordkorea ist das offenbar nicht bewusst, dass diese ueberhaupt keine Change haben. Der Diktator sollte sofort entfernt werden, dass Nordkoreanische Volk leidet auch so schon (Hungernot, etc.).
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  • Kommentar von T. Himmel, Chur
    Wer sagt eigentlich, dass Nordkorea über keine Marine verfügt, um die Rakten auf offenem Meer abzufeuern? Dann wäre die Reichweite kein Hindernis mehr. Oder ist es den USA technisch möglich, das ganze Meer zu überwachen? Kaum. Was haben die diesem Bengel Kim Jong Un eigentlich in Bern beigebracht damals? Da scheint ja überhaupt kein Funken Vernunft gefördert worden zu sein. Eines ist schon mal klar, diese Privatschule hat totalversagt. Soviel zu unseren Privatschulen. :-)
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Ob dies da mit dieser Privatschule überhaupt stimmt ist fraglich. - Mir scheint es nun ratsam zu sein, diesen Kim Jong Un nicht noch weiter zu provozieren. Etwas provoziert ihn, und das kann eigentlich kaum an Giacobbo/Müller gelegen haben. Psychos darf man nicht zu sehr reizen, aber auch nicht einfach ignorieren und vor allem darf man sich nicht lächerlich über sie machen, sonst werden sie wirklich unberechenbar. (seufz)
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Natürlich verfügt auch die "heldenhafte" Volksarmee Nordkoreas über eine Marine - aber glauben Sie bloss nicht, die Amis und Südkoreaner wüssten nicht ganz genau Bescheid, wo diese Kriegsschiffe sich aufhalten! Sollte es wirklich zu einem Krieg kommen, was ich selber immer noch nicht glaube - dafür ist immer noch zu viel Show im Spiel -, würden diese Schiffe zu den allerersten Zielen gehören. Das wissen auch die Generäle hinter dem Jüngling, nur wagen sie noch keinen Aufstand.
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