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Vor US-China-Gipfel Nordkorea provoziert mit Raketenabschuss

  • Kurz vor Gesprächen der USA und Chinas über Nordkorea hat Pjöngjang erneut eine ballistische Rakete getestet.
  • Die Rakete sei nahe der Ostküste abgefeuert worden und etwa 60 Kilometer in Richtung offenes Meer geflogen, teilte der Generalstab des südkoreanischen Militärs mit.
  • Nach Angaben des US-Pazifikkommandos handelte es sich vermutlich um eine Mittelstreckenrakete des Typs KN-15.

Japan protestierte gegen den erneuten Raketentest des Nachbarlandes. In Südkorea kam wegen des Tests der Nationale Sicherheitsrat zusammen. Das Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas wird in der Region als grosse Bedrohung gesehen.

Der Konflikt mit Nordkorea wird nach Angaben des Weissen Hauses auch ein Schwerpunkt des ersten Treffens von Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping am Donnerstag und Freitag in den USA sein.

Das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas sei für Trump und die US-Regierung eine Angelegenheit von hoher Dringlichkeit, man wolle gerne gemeinsam mit China daran arbeiten, hiess es. Trump hatte kürzlich in einem Interview gesagt, notfalls würden die USA das Problem Nordkorea alleine und ohne China lösen.

Archivbild eines Rakentests im März 2016
Legende: Archivbild eines Rakentests im März 2016: Nordkorea provoziert seine Nachbarstaaten in regelmässigen Abständen. Reuters/Archiv

Bald der nächste Atomtest?

Entgegen mehrerer UN-Resolutionen treibt die kommunistische Führung in Pjöngjang das Atomprogramm des Landes voran und entwickelt Raketen, die nicht nur Südkorea und Japan, sondern auch die US-Küste erreichen sollen. Nach Einschätzung von Experten bereitet das Land derzeit einen weiteren Atomtest vor, bisher hatte es fünf solcher Tests unternommen.

Nordkorea hatte Anfang März mehrere Testraketen bis in die Nähe der japanischen Küste geschossen. Ein weiterer Raketentest des Landes am 22. März war nach südkoreanischen Angaben fehlgeschlagen. Ballistische Raketen sind in der Regel Boden-Boden-Raketen, sie können aber auch von U-Booten abgefeuert werden. Sie befördern je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder sogar atomare Sprengköpfe ins Ziel.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Regelmässig wird an der kalifornischen Küste indirekt für einen möglichen nächsten Weltkrieg geprobt. Von der US-Luftwaffenbasis Vandenberg zwischen Los Angeles und San Francisco starten meist nachts militärische Interkontinentalraketen zu Testflügen. Das ist seit Jahren so - und wird von niemandem kritisiert. Testen hingegen Russland, Iran oder Nordkorea ihre Raketen, wird sofort über Sanktionen oder andere "Interventionsmassnahmen" diskutiert. Das halte ich für eine einseitige Sicht der Dinge.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Die ganzen theoretischen Überlegungen bezüglich Norkoreas Atomwaffenprogramm nützen weiterhin nichts. Keiner weiss, was sie tatsächlich haben und was Kim Jong-un wirklich vorhat. Er ist ein Diktator, dem auch zuzutrauen ist, dass er bei einem tobenden Anfall die Welt, zumindest im Fernen Osten, in ein Flammenmeer mit vielen Toten verwandelt. Hier sieht man, dass man keinen Mechanismus auf der Welt hat, der so etwas verhindern könnte.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Deswegen eher die schlechte Lösung: Ein präventiver Militärschlag, kurz aber hart, mit dem ganzen Arsenal was die USA und Südkorea haben. Am besten mit China zusammen. Dann wäre Kim Jong-un in wenigen Tagen erledigt und die Welt von einem Wahnsinnigen befreit, der Konzentrationslager unbeschreiblichen Horrors unterhält und nach Gutdünken mit Atombomben herumspielt.
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    2. Antwort von Martin Ebersold (wederLinksnochRechts)
      aber zuerst muss hier jemand entscheiden, wer gut und wer böse ist. Terrorgefahr durch Kim-Sympathisanten würde nach einem Krieg steigen. Zudem wage ich zu behaupten, dass N-Korea nicht so schnell weg radiert würde, wie damals der Vietnam (hat bekanntlicherweise auch nicht wenige Tage gedauert). Ne! Krieg ist niemals die Lösung für Frieden!!!!!!!
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  • Kommentar von Nils Huber (Nils Huber)
    Ohne einen Alleingang der USA unterstützen zu wollen, muss eines klar sein. Die Situation in Nordkorea ist mit der des Iraks unter Sadam wohl sehr unähnlich.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Nach meinen indirekten Informationen (Presse, Reportagen) hatten im Irak hatten die Menschen wenigstens genug zu essen, was in NK trotz Bauernstaat nicht gewährleistet scheint. Ich weiss nun nicht, was gefährlicher ist: Die bedingungslose Kim-Gefolgschaft oder ein allfälliges Ueberschwappen von Bildern aus unserer Welt nach NK und ein damit einhergehendes Einbrechen dieser Gefolgschaft. Tritt letzteres ein, wird Kim aussenpolitisch sein (Un)Heil suchen. Dänn chlöpft's!
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    2. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Nur weil ein Diktator regiert, hat kein einziges anderes Land der Welt das Recht, das betroffene Land zu bombardieren.
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