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International Nordkorea: «Zeit für Entscheidungsschlacht»

Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea haben einen weiteren Höhepunkt erreicht. Grund sind die gemeinsamen Militärübungen zwischen Südkorea und den USA. Laut Staatsmedien hält sich der Norden auf der koreanischen Halbinsel nicht mehr vollständig an den Waffenstillstands-Vertrag von 1953.

Südkoreanische Marine-Soldaten begrüssen ein US-Kriegsschiff am Hafen in Donghae. Sie schwenken südkoreanische und US-Flaggen.
Legende: Während Südkorea seine Freundschaft mit den USA zelebriert, wird die Kluft zum nördlichen Nachbarn immer grösser. Reuters

Nordkorea hat in den vergangenen Tagen mehrmals mit den Säbeln gerasselt und sowohl Südkorea wie auch den USA gedroht. Grund für den Ärger im kommunistischen Land sind die südkoreanisch-amerikanischen Militärmanöver.

Diese jährliche Übungen zur Kommandoschulung («Key Resolve») finden seit Anfang März statt.

Nun fühlt sich Nordkorea nach Berichten von Staatsmedien ab sofort nicht mehr an den seit 60 Jahren gültigen Waffenstillstands-Vertrag gebunden. Mit dem Vertrag war 1953 der dreijährige Korea-Krieg faktisch beendet worden.

Die Zeit der Entscheidungsschlacht sei gekommen, ist in einem Artikel der offiziellen Zeitung «Rodong Sinmun» zu lesen. Das Abkommen sei «von heute an» vollständig ungültig.

Der Vertrag könne nicht einseitig aufgelöst werden, sagte Südkoreas Vize-Vereinigungsminister Kim Chung Sig vor dem Parlament in Seoul. 

Norden nimmt Hörer nicht mehr ab

Nordkorea hat zudem am Morgen eine wichtige Kommunikationsleitung mit Südkorea unterbrochen. Über diese «Rote-Kreuz-Leitung» erfolgen normalerweise zwischen Montag und Freitag zwei Anrufe zwischen beiden Seiten.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Salvator Mundi, Zürich
    Ich bin kein Freund der nordkoreanischen Staatsideologie des Marxismus-Leninismus und deren Weiterentwicklung, der Chuch’e-Ideologie. Trotzdem finde ich es überhaupt nicht hilfreich, wenn die USA und Südkorea jährlich diese Militärmanöver vor der Nase Nordkoreas abhalten. Dies ist nämlich nichts anderes als sinnlose Provokation, das überhaupt nichts bringt, sondern im Gegenteil die äusserst angespannte Lage nur noch verschärft. Für einen Krieg braucht es mindestens zwei.
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  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    total verblendet und den Sinn für die Realität verloren. Das total abgeschottete Volk ist sich dessen wahrscheinlich leider nicht bewusst und wird deshalb von jeglicher externer Information abgehalten.
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  • Kommentar von Tom Rosen, Erlenbach
    Ohne Benzin und Nahrung kann man keinen Krieg gewinnen. Nordkoreanische Soldaten mit leerem Magen und ohne Farb-TV werfen Ihre Waffen genauso weg wie Iraker, Afghanen und Sowjets. Sie müssen nur die Gelegenheit dazu bekommen (...und davon erfahren). Schön, wenn dazu kein Krieg geführt werden muss, wie z.B. beim Fall des Ostblocks. Schade, wenn die Kriegsverlierer (wie z.B. die Taliban) die Entwicklung sabotieren können. Passiert in Nordkorea übrigens nicht, da fehlt die Religion zum Fanatis...
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